Nachgefragt
Raoul Petretta nach dem Klassiker-Sieg: «Wir mussten unten durch, auf und neben dem Platz»

Raoul Petretta spricht nach dem überzeugenden 4:0-Sieg gegen den FC Zürich und dem Erreichen der Qualifikation für die Conference League über seinen ersten Doppelpack als Profi, Patrick Rahmen und das Siegesbild nach Spielende.

Aufgezeichnet: Simon Leser
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Raoul Petretta freut sich über seinen ersten Doppelpack als Profi.

Raoul Petretta freut sich über seinen ersten Doppelpack als Profi.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Der FCB gewinnt 4:0 im Klassiker gegen den FC Zürich. Auch in der Höhe verdient?

Raoul Petretta: Ja. Wir hätten auch noch ein oder zwei Tore mehr erzielen können. Wir haben über 90 Minuten viele Torchancen kreiert und einige Aktionen hätten wir auch besser herausspielen können. Aber wir haben das Spiel dominiert, hatten immer den Ball. Wir sind sehr glücklich.

Sie selbst haben zwei Tore beigesteuert. Wann gelang das Ihnen zuletzt?

Irgendwann bei den Junioren. Bei den Profis schaffte ich es noch nie. Ich bin glücklich, fühle mich in letzter Zeit gut und frisch genug, um der Mannschaft zu helfen. Mit zwei Toren ist das umso schöner.

Die rote Karte in der 4. Minute war spielentscheidend. Sehen Sie das auch so?

Das stimmt, auch wenn es nicht einfach ist gegen eine Mannschaft, die hinten rein steht. Aber wir hatten eine gute Raumaufteilung, suchten immer den freien Mann und das klappte gut. Deswegen kreierten wir viele Torchancen und gewannen verdient in dieser Höhe.

Nach dem Spiel versammelte sich die gesamte Mannschaft auf dem Rasen für ein Foto. War das die Feier für den Einzug in die Quali der Conference League?

Ehrlich gesagt weiss ich auch nicht, weshalb wir das Foto gemacht haben. Ich habe meine Mitspieler gefragt, aber keiner konnte mir eine Antwort geben (lacht). Aber klar: Wir sind glücklich über Europa.

Im Januar gab es hier eine 1:4-Niederlage gegen den FCZ. Wie froh sind Sie darüber, dass der FCB nun nächste Saison europäisch spielen darf?

Sehr froh. Wir hatten Wochen, in denen wir unten durch mussten, auf und neben dem Platz. Patrick Rahmen macht einen sehr guten Job mit uns, bekam uns in den Griff. Er strahlt die Ruhe aus, die wir brauchen und wir sind für jeden Match gut vorbereitet.

Er bereitete die Mannschaft mit speziellen Bildern auf den Klassiker vor.

Ja, er hatte das Gefühl, dass man in den letzten Derbys von uns nicht spürte, was ein Derby bedeutet. Seine Bilder brachten etwas. Es gab nochmals zusätzliche Motivation. Aber schlussendlich müssen wir Spieler es auf dem Platz zeigen. Und das taten wir.