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Wohin fährt Callà nach dem FCB-Match?

Davide Callàs (links) neue Heimat ist Rot-Blau.

Davide Callàs (links) neue Heimat ist Rot-Blau.

Wunderschön sei der Torjubel gewesen. Doch das 1:1 gegen St. Gallen fühlte sich für Callà an wie eine Niederlage.

Davide Callà wusste unmittelbar nach dem Schlusspfiff noch nicht, ob er sich an diesem Abend noch ins Auto setzt und die gute Stunde Heimweg nach Winterthur auf sich nimmt. Oder ob er die kürzere Variante wählt und in die Wohnung von Kay Voser geht. Sein Kumpel aus gemeinsamen GC-Zeiten gewährt Callà Unterschlupf, solange dieser noch kein eigenes Heim in Basel gefunden hat.

So unentschlossen wie Callà nach dem Spiel wegen seines Heimwegs war, so unterschiedlich waren seine Emotionen nach dem Spiel. Es war ein aufwühlender Abend für den 30-Jährigen: Einerseits erzielte er neun Minuten nach seiner Einwechslung (69.) die Führung und sein erstes Tor für den FC Basel. Andererseits kassierte Rot-Blau wie schon vor einer Woche in Thun den Ausgleich und verpasste es, sich die gestern siegreichen Grasshoppers vom Leib zu halten.

«Wenn ich könnte, würde ich mein Tor sofort gegen die drei Punkte eintauschen», sagte er. Das 1:1 fühle sich an wie eine Niederlage. «Wir haben x Chancen, das Spiel im Voraus zu entscheiden. Ausser der Effizienz haben wir heute fast alles richtig gemacht.»

Sein Premierentreffer und der anschliessende Jubel vor der tosenden Muttenzerkurve hingegen hätten Emotionen ausgelöst, die «unbeschreiblich» seien. «Für solche Momente schuftet man im Training. Dass ich das auf meine alten Tage noch erleben darf, ist wunderschön.»

Callà war ausgerechnet für WG-Kumpel Kay Voser ins Spiel gekommen, der wegen Adduktorenproblemen das Spielfeld verlassen musste. Voser unterzieht sich heute einer MRI-Untersuchung und hofft natürlich, dass er die schon lange Basler Verletztenliste nicht noch länger macht. Auch Marco Streller schied gegen die St. Galler nach einem Schlag auf den Fuss verletzt aus. Sollten der Captain und Voser länger ausfallen, würde dies die Chancen auf ein Weiterkommen in der Europa League gegen Salzburg (Hinspiel am kommenden Donnerstag) deutlich schmälern.

Zurück zu Callà: Der muss am Donnerstag gegen die Österreicher zuschauen, weil er in dieser Saison für den FCB keine internationalen Spiele bestreiten darf. Für ihn geht es ab heute darum, sich auf das nächste Super-League-Heimspiel gegen Aarau vorzubereiten. «Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen mit meinen Ex-Kollegen», sagt er. Der SMS-Verkehr zwischen ihm und den Aarauern werde wohl heiss laufen. Da werden einige Sprüche fallen, aber laut Callà auch praktische Dinge abgeklärt: «Der eine oder andere wird mich wohl um Tickets für seine Angehörigen bitten.»

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