Eishockey
Wright schiesst Basel zum Sieg

Die EHC Basel Sharks rackerten den Tabellenzweiten Lausanne HC vom Eis und rücken nach dem 3:2-Sieg nach Verlängerung vor 2284 Fans auf den sechsten Rang vor, nur sechs Punkte hinter Leader Ajoie.

Martin Merk
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Jamie Wright

Jamie Wright

bz Basellandschaftliche Zeitung

Manchmal braucht es für einen Überraschungserfolg harte Arbeit, Präzision und auch etwas Glück. Kaum eine Szene symbolisierte gestern Abend in der St. Jakob-Arena die Kombination dieser Erfolgsfaktoren besser als Jamie Wrights Tor nach 72 Sekunden in der Verlängerung, das den EHC Basel Sharks zwei Punkte bescherte.

Jonathan Roy kämpfte auf Biegen und Brechen gegen die Waadtländer Abwehr, bis er im Fallen den Puck zu Adrian Plavsic zurückbrachte. Dieser bediente Wright rechts vom Gehäuse, der mit seinem seitlichen Schuss zum Siegestor traf.

Viel Arbeit

Bis es so weit war mit dem grossen Jubel, der ein solcher hauchdünner Sieg mit sich bringt, war jedoch viel Arbeit angesagt. Die Basler gingen zwar nach vier Minuten in Führung, als Dario Gartmann den Abpraller seines Schusses zur verwerten konnte, doch mit einem Überraschungsschuss fast von der Seitenlinie traf Marvin Frunz in der 12. Minute zum Ausgleich. Wenig später hatten die Basler Glück, als Lausanne die vermeintliche Führung schoss, doch eine Sekunde davor hatte der Schiedsrichter die Hand wegen eines Fouls der Gäste angehoben.

Die Partie zweier kämpferischer Teams hätte jederzeit auf eine Seite kippen können. Eine riesige Chance vergab bei Spielmitte Jewgeni Schirjajew, als Roy einen Puck abfing und seinen Teamkameraden mit einem Querpass bediente. Danach hatten die Basler mit fragwürdigen Schiedsrichterentscheiden und einer doppelter Unterzahlsituation zu kämpfen, bei der nicht nur das Publikum, sondern auch der EHC-Präsident Mathias Preiswerk beim Schiedsrichterinspektor mächtig Dampf abliess.

Zwei Sekunden vor Ablauf...

Umso grösser war die Freude, als die Basler aller schlechten Vorzeichen zum Trotz nach dem überstandenen Unterzahlspiel in Führung gingen, als Elias Bianchi einen schnellen Angriff mit einem Tor abschloss.

Im Schlussdrittel wendete sich die Strafenverteilung und die Basler hätten Chancen zur Vorentscheidung gehabt. Während im Powerplay zu wenig gelang, zwangen Schirjajew und Pascal Wittwer mit aggressivem Vorpreschen die Lausanne zu Abwehrfehlern, scheiterten mit ihren Schüssen aber an Gianluca Mona. Stattdessen stand es nach 57 Minuten plötzlich 2:2. Nicolas Villa spielte den Puck zum Basler Tor, wo der Routinier Jan Alston am schnellsten reagierte und den EHC-Torhüter Damiano Ciaccio zwischen den Schonern hindurch bezwang.

Nach je einer Strafe zum Drittelsende ging das Spiel in die Verlängerung, bei welcher Lausannes österreichischer Nationalstürmer von der Strafbank aus zuschauen musste. Zwei Sekunden vor Ablauf der Strafe schoss Wright die Basler ins Glück.