Trotz eines unglücklichen Treffers zum 0:2 im Final gegen Spanien überzeugte der 22-Jährige mit einer enormen Ausstrahlung und vielen Schlüsselparaden, vor allem im wegweisenden Startspiel gegen Gastgeber Dänemark.

Yann Sommer, die Schweizer U21 war im Final den Spaniern deutlich unterlegen.
Yann Sommer:
Das sehe ich anders. Wir hatten zwei, drei gute Chancen. Davon bekommt man gegen Spanien nur wenige, und wenn man sie hat, müsste man das Tor machen. Das ist uns heute nicht gelungen. In dieser Hinsicht war Spanien besser. Das zweite Tor hat uns dann das Genick gebrochen.

Was war besonders schwierig gegen diesen Gegner?
Wir hatten nicht unseren besten Tag und Spanien spielt ein sehr gutes Pressing, ist sehr ballstark und viel im Ballbesitz. Wir haben gut dagegengehalten. Beim Stand von 0:1 hatten wir gute Chancen, und wenn wir dann das Tor machen, läuft das Spiel wieder ganz anders. Dann kam das 0:2.

Wie haben Sie jene Situation erlebt?
Chapeau. Thiago Alcantara sieht, dass ich etwas zu weit vorne stehe und er schlägt einen super Ball. Das muss man einfach anerkennen.

Was bedeutet für Sie dieser zweite Platz?
Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Aber wir können stolz sein auf dieses Team. Wir haben bis zum Schluss gekämpft und guten Fussball gespielt. Ich bin sehr sehr stolz.

Sind die Olympischen Spiele für Sie ein Thema?
Natürlich sind sie das. Wir haben uns dafür qualifiziert, dann möchten wir auch dabei sein. Das ist aber noch weit weg. Wir sind enttäuscht, aber auch glücklich, dass wir ein so tolles Turnier gespielt haben.

Sie haben also trotzdem Grund zum Feiern?
Klar. Unsere EM war gut. Wir haben uns für Olympia qualifiziert, wir standen im Final gegen Spanien, das etwas besser als wir war.

Wie geht es nun in Basel weiter?
Ich gehe zuerst eine Woche in die Ferien und werde das auch geniessen. Dann geht es schnell wieder los mit dem ersten Spiel am 16. Juli gegen YB. Ich freue mich auf den FC Basel und ich bin bereit.Aufgezeichnet: cov