FC Birsfelden
Yves Kellerhals löst Roland Sorg als Trainer der Hafenstädter ab

Was in der regionalen Fussball-Szene seit einigen Wochen zumindest vermutet wurde, hat der FC Birsfelden Freitag Morgen offizialisiert. Der Verein stellt sich neu auf.

Georges Küng
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Übernimmt den Trainerposten in Birsfelden: Yves Kellerhals.

Übernimmt den Trainerposten in Birsfelden: Yves Kellerhals.

Nordwestschweiz

Der Name Kellerhals hat in Birsfelden, und beim lokalen Fussballverein, Tradition und steht, primär für ältere Semester. Für bessere Zeiten, als der FCB vom Sternenfeld ein Spitzenklub der 1. Liga war und einst sogar an die Türe der Nationalliga B klopfte.

Tempi passati. Einer der Exponenten jener Equipe, die jahrzehntelang für Spitzenfussball stand, war Peter Kellerhals, ein Birsfelder, der beim FC Basel der Benthaus-Zeit fast den Sprung in jenes «Dream Team» geschafft hätte.

Seit einigen Jahrzehnten pendelt der «FC Blätzbums» zwischen der 2. Liga regional und den Niederungen der 3. Liga. Heuer, als Aufsteiger, schaftte der FCB den Ligaerhalt – und stellt, unter der Vereinsleitung von Präsident Roland Hürner und seines Sohnes Dominik, der als Vize-Präsident fungiert, die Weichen für die Zukunft.

Zu wenig Vertrauen bei der AC Rossoneri

Und in dieser nehmen gleich zwei «Kellerhälse» eine bedeutende Rolle ein. Yves Kellerhals (29) wird neuer Trainer, wobei «neu» in seinem Falle nicht ganz stimmt. Denn der Sohn von Peter Kellerhals war in der Spielzeit 2015/16 Assistenztrainer in Birsfelden – und schaffte mit dem damaligen Cheftrainer Stefan Krähenbühl den Wiederaufstieg in die regionale Zweitliga.

Das Duo Krähenbühl/Kellerhals wechselte danach zum SC Dornach in die 2. Liga interregional, verliess die Dornecker jedoch gemeinsam in der Winterpause.

Jungtrainer Yves Kellerhals hätte in dieser Rückrunde bei der AC Rossoneri die (unmögli­che) Mission Ligaerhalt 2. Liga schaffen sollen, doch der Birsfelder mit Wohnsitz Oberwil trennte sich noch vor Rückrunden-Auftakt von den Lausnern, weil «zu viel im Umfeld und bezüglich Trainingslager passierte, das mein Vertrauen in Klub und Leitung zerstörte», so Kellerhals.

Von der Erfahrung anderer profitieren

Der neue Trainer wird auf die Erfahrung seines Vaters Peter zählen können, der Einsitz in die neu geschaffene Sportkommission nimmt. Es ist in Insiderkreisen kein Geheimnis, dass Kellerhals senior wesentlich mithelfen wird, dass der FC Birsfelden wieder zu einer guten Adresse wird.

Sportchef wird mit Marcel Hottiger ein Mann, der ebenfalls einst Trainer auf dem Sternenfeld war. Hottiger gilt im regionalen Fussball weiterhin als Mann, der alle und jeden kennt und speziell junge Akteure motivieren kann, an ihre Leistungsgrenze zu gehen.

Wieder etwas leistungsorientierter

Dank einigen Routiniers, die den Stamm und das Gerüst bilden sollen, und der In­tegration von Nachwuchskräften, die gewillt sind, leistungsorientiert zu spielen, sollte der FC Birsfelden inskünftig in der Lage sein, sich in der 2. Liga fix zu etablieren.

Die Zeiten, als sogar von der zweithöchsten Spielklasse auf dem Sternenfeld geträumt wurde, gehören jedoch definitiv der Vergangenheit hat. Das wissen sowohl Peter wie Sohn Yves Kellerhals