Fussball 2. Liga

Yves Kellerhals übernimmt die AC Rossoneri

Yves Kellerhals, neuer Trainer bei der AC Rossoneri.

Yves Kellerhals, neuer Trainer bei der AC Rossoneri.

Dass der Neuling in der höchsten Regionalklasse einen schweren Stand haben wür-de, wussten die Klub-Verantwortlichen. Mit dem engagierten Kellerhals soll Elan und Kontinuität folgen, was in den Ligaerhalt münden soll. Die AC Rossoneri schenkt dem 27-jährigen Oberwiler das Vertrauen.

Nicht alle regionalen Fussballkenner wissen, dass die AC Rossoneri der älteste „ausländi­sche“ Fussballklub im Kanton Basel-Landschaft ist. Anfangs der 60er-Jahre, mit der Ein­wanderung vieler norditalienischer Arbeiter (primär aus der Region Bergamo und dem Fri­aul), wurde dieser Verein in Lausen gegründet und am 1. Juli 1962 in den Fussballverband Nordwestschweiz aufgenommen.

Dass die AC Rossoneri seit jeher in Lausen - einer 5000-Einwohner-Gemeinde unweit vor der Kantonshauptstadt Liestal - beheimatet ist, ist kein Zufall. Denn das Tonwerk Lausen, oder andere Industriebetriebe, war meist der Arbeitgeber der Italiener, welche in den 60er-Jahren den Grossteil der Bevölkerung stellten.

Und weil viele von ihnen glühende AC-Mi- lan-Tifosi waren, nannten sie ihren gegründeten Verein „Rossoneri“ - an die rot-schwarzen Klub- und Trikotfarben ihres Vereines erinnernd.

„Es ist eine Herausforderung“

Yves Kellerhals ist fussballerisch vorbelastet. Sein Vater Peter spielte einst beim FC Basel (bis zu den Reserven und verpasste nur knapp den Sprung in die legendäre Benthaus-Equipe um Karl Odermann und Co.), prägte aber jahrezehntelang den damaligen Erstligis­ten FC Birsfelden.

Der neue Rossoneri-Cheftrainer wirkte in der Saison 2015/16, als Assis- tenz von Cheftrainer Stefan Krähenbühl, beim FC Birsfelden und schaffte mit den Hafen­städtern die Rückkehr in die 2. Liga regional. Auf diese Spielzeit 2016/17 hin wechselte das Duo zum SC Dornach (2. Liga interregional), doch mit dem Vorrunden-Ende verlies­sen Krähenbühl und Kellerhals die Dornecker (bz Basel berichtete).

„Es ist eine Herausforderung, als Jungtrainer und Alleinverantwortlicher einen Zweitligisten zu übernehmen. Und selbstverständlich ist uns allen bewusst, dass es schwer sein wird, den Ligaerhalt zu schaffen. Andererseits habe ich jetzt zwei Monate Vorbereitungszeit, um die Equipe auf die 13 Rückrunden-Matches vorzubereiten“, so Kellerhals.

An diesem Montag nehmen die Italo-Lausner das Training wieder auf. Ob es Mutationen im Kader geben wird, kann der neue Trainer noch nicht sagen. „Wir liegen nur einen Zäh­ler hinter einem Nichtabstiegsplatz; die Hälfte der Liga wird im Relegationskampf involviert sein, meine Mission ist schwer, aber realisierbar“, so der Jungtrainer mit dem ihm aus­zeichnenden Optimismus.

Es ist in der regionalen Fussball-Szene kein Geheimnis, dass Yves Kellerhals ein sehr lei­denschaftlicher, akribisch arbeitender Trainer ist, der weniger auf eine eigene Laufbahn setzte, sich dafür bereits in sehr jungen Jahren auf die Ausbildung und das Führen von Teams konzentrierte. Mit ihm dürfte bei der AC Rossoneri ein neuer Wind wehen, denn von der letztjährigen Aufstiegsmannschaft sind doch einige „grosse“ Namen abgesprun­gen.

Aber wie sagte Kellerhals schon immer: „Namen sind gut und recht, doch viel wichti­ger ist Einstellung, Kampfgeist und Einsatzwillen“. Tugenden, die der neue Trai­ner vorlebt und daher ist es denkbar, dass einige neue Akteure, falls mit diesen Eigenschaften ausge­stattet, den Weg auf den Sportplatz Bifang nach Lausen finden werden.

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