Super League

Zu langsam für drei Punkte: Der FCB Basel enttäuscht gegen Lugano

Der FC Basel schwächelt zu Hause und kommt gegen Lugano nur zu einem 1:1-Unentschieden. Für den FCB trifft ausgerechnet Marek Suchy, dessen Zukunft bei Basel noch ungewiss ist.

Marek Suchy hat es schon wieder getan. Wie schon am Samstag vor einer Woche in Luzern ist der FCB-Captain der einzige Torschütze für Rotblau. Wieder schlägt der Tscheche nach einem Standard zu und wieder netzt er per Abstauber.

Beide Male in der Schlussphase. In Luzern traf er in der 80. Minute, gestern gegen Lugano fünf Minuten früher. «Mir ist egal, wer die Tore macht. Wichtig ist, dass sie uns Punkte bringen», sagt Suchy nach dem Spiel. Vier Punkte haben seine Tore dem FCB beschert in dieser Woche.

Suchys ungewisse Zukunft

In seiner aktuellen Situation dürfte sich Suchy aber doch etwas mehr über die Tore freuen, als er zugibt. Die Gespräche über eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags laufen. Mit guten Leistungen stärkt Suchy seine Verhandlungsposition. «Ich will nichts Konkretes verraten», sagt er zum Stand der Gespräche, fügt aber an: «Es geht in den Verhandlungen auch ums Gehalt.» Marcel Koller hat laut eigener Aussage aktuell grosse Freude an seinem Captain.

Der FCB-Trainer wäre froh, wenn sich Suchy und die sportliche Führung auf einen neuen Vertrag einigen könnten. Bis Ende April soll diesbezüglich eine Entscheidung gefallen sein.
Zurück zum Spiel, an dessen erste Halbzeit wir uns am besten nicht zurückerinnern. Ein tiefstehendes Lugano und ein behäbig nach vorne spielender FCB machen jegliche Gefahr schon im Ansatz zunichte.

Die einzige Schrecksekunde ist ein Zusammenprall von Noam Baumann und Eder Balanta. Der Lugano-Keeper verliert kurz das Bewusstsein, wird vom herbeieilenden Albian Ajeti wieder zurückgeholt und muss anschliessend mit einem Brummschädel ausgewechselt werden. Einen Schuss aufs Tor bekommt der FCB nicht zustande. «Das Umschaltspiel dauerte bei uns das ein oder andere Mal zu lange», resümierte Koller treffend.

Luganos Sonntagsschuss

In der 67. Minute geht Lugano dann mit einem Tor in Führung, für das der Begriff «Sonntagsschuss» geschaffen wurde. Der zur Pause eingewechselte Armando Sadiku fasst sich aus 30 Metern ein Herz, trifft den Ball optimal und schaut zu, wie selbiger ins lange Eck zischt. Marcel Koller reagiert umgehend und bringt Fabian Frei und Luca Zuffi.

Wegen der englischen Woche wollte der Trainer seinen Dauerläufern im defensiven Mittelfeld und auch Silvan Widmer eine Verschnaufpause gönnen. Doch durch den Rückstand war er zu einer Reaktion gezwungen.

Sieben Minuten später hat sich die Einwechslung von Zuffi bereits gelohnt. Sein Corner wird von Ajeti am ersten Pfosten verlängert. Suchy kommt zum Kopfball, da Costa kann den Ball nicht festhalten und der Tscheche staubt zum 1:1-Endstand ab.

YB am Sonntag Meister?

Weil YB parallel gegen Thun mit 5:1 gewinnt, wächst der Vorsprung in der Tabelle nach dem 28. Spieltag wieder auf 20 Punkte an und könnte am kommenden Mittwoch gar bei 23 Punkten liegen, wenn YB in Luzern sein Nachholspiel gewinnt. Somit steht auch fest, dass die Berner schon am kommenden Wochenende und damit so früh wie noch kein Schweizer Team Meister werden können.

Die Highlights der Partie im Video:

FCB-Lugano 1:1, 28. Spieltag 18/19

   



Die FCB-Spieler in der Einzelkritik:

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