Frauenfussball
Zu stark für die erste Liga – zu schwach für die Nationalliga B?

Schon wieder. Folgt auf den direkten Wiederaufstieg in die NLB, der direkte Wiederabstieg in die 1.Liga? Vor der Abstiegsrunde stehen die Therwilerinnen auf dem letzten Rang. Nach der Punktehalbierung müssen sie mindestens fünf Punkte aufholen.

Patrick Pensa
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Trainer Lucas Mattern (Mitte) schwört seine Spielerinnen auf die sieben Schlüsselpartien der Abstiegsrunde ein.

Trainer Lucas Mattern (Mitte) schwört seine Spielerinnen auf die sieben Schlüsselpartien der Abstiegsrunde ein.

Patrick Pensa

Zu stark für die erste Liga. Ohne Niederlage marschierte der FFC Therwil im letzten Jahr durch die Saison und schaffte den Wiederaufstieg in die zweithöchste Spielklasse diskussionslos. Zu schwach für die NLB? In der Saison 2010/11: ja. Nur ein Jahr dauerte damals der Ausflug. In der Saison 2012/13? Die Qualifikation sagt Ja. Die Therwilerinnen stehen auf dem letzten Rang.

Trainer glaubt an Ligaerhalt

Wiederholt sich also der direkte Wiederabstieg? Vor der heute beginnenden Abstiegsrunde sagt der Trainer Nein. «Fünf Punkte in sieben Spielen aufzuholen, ist nicht einfach, aber möglich», sagt Lucas Mattern selbstbewusst. Er hat die Mannschaft im Herbst (wieder) übernommen, nachdem die Zusammenarbeit mit Albert Ott nicht wunschgemäss funktioniert hatte. Vorher war er Assistenztrainer, da die erforderlichen Diplome fehlten. Seither läuft es nicht schlecht, immerhin elf Punkte holten die Leimentalerinnen. «Wir hatten einen schlechten Start in der neuen Liga, aber wir haben einen starken Zusammenhalt im Team und haben auf dem Platz Fortschritte gemacht», sagt der 29-jährige Mattern. Er will mit einer technisch-feinen Spielweise dem oft zelebrierten «Bauerntennis» der NLB begegnen.

Punktehalbierung nährt Hoffnung

Therwil hilft sicher der Modus. Für die Abstiegsrunde, in der acht Teams stehen, wurden die Punkte halbiert. Aus elf mach sechs. Rapperswil-Jona, das erste Team über dem Strich, liegt vier Punkte vor dem FFCT. «Da bei Punktegleichstand die Qualifikation zählt, brauchen wir mindestens fünf Punkte», sagt der Allschwiler. Die Leimentalerinnen sind also bereits jetzt auf Hilfe von anderen Teams angewiesen und haben den Ligaerhalt nicht mehr in den eigenen Füssen.

Grosser Sprung von 1.Liga in NLB

Lucas Mattern betont den grossen Unterschied zwischen NLB und Erstliga. Da Therwil nach dem Aufstieg einige Abgänge hatte und mit einem relativ kleinen Kader in der NLB antrat, müsse man nun alles herausholen. Der Wille im Team sei spürbar und die Trainingspräsenz sehr gut, schliesst Mattern.

Auflösung spätestens am 9.Juni

Am Sonntag treten die Therwilerinnen auswärts beim FC Schlieren an. Spätestens am 9. Juni steht fest, ob Therwil in der NLB bleibt und nicht nur für die Erstliga, sondern auch für mindestens drei Teams der NLB zu stark ist.