Auswärtsspiele an einem Freitagabend sind im Basketball so ziemlich das Undankbarste, was es gibt. Und als die Sporthalle Birsfelden noch als «Trutzburg» gefürchtet war, gehörten Niederlagen in der Hafenstadt, selbst für Grössen aus der Romandie und dem Tessin, dazu. Zumindest in dieser Saison 2015/16 sind dies «tempi passati».

Vor dieser Starwings-Equipe muss sich kaum jemand fürchten, denn die Substanz ist schlicht limitiert. Das hat nichts mit dem Trainer oder den Spielsystemen zu tun, sondern schlicht mit jenen Akteuren, die Punkte erzielen müssen. Gegen die Walliser, die nur mit dem Rückkehrer Rickey Gibson (USA) als ausländischen Profispieler agierten, wussten die Gastgeber in den ersten 20 Minuten noch zu gefallen. Die Wurfquoten, gerade aus der Distanz (Dreier), waren akzeptabel und der Dreipunkte-Rückstand liess bei den Treusten der Treuen hoffen…

Monthey in der zweiten Hälfte klar überlegen

Doch in den zweiten 20 Minuten passte nichts mehr zusammen. Die Trefferquote sank und sank, man verzettelte sich in Einzelaktionen, produzierte insgesamt 22 Ballverluste (der Gast hatte nur deren neun) und alle spürten ab der 25. Minute, dass der Sieger dieser Partie nur Monthey heissen konnte. Das Stammquintett, besetzt mit drei Schweizer Nationalspielern und dem Tessiner Marin Bavcevic, war jenem des Birstaler Kombinats überlegen. Wenn Bankspieler eingreifen mussten, wurde die Diskrepanz noch grösser. Erschreckend gross, ist man versucht zu sagen.

Wahrscheinlich wird der jubilierende BBC Monthey heuer, in Bestbesetzung, um den Titel mitspielen. Das ist bei einem Millionenbudget auch normal und richtig. Die Starwings ihrerseits tragen innerhalb der Nationalliga A ein «inner-alemannisches Championnat» gegen die beiden Aufsteiger Central Luzern und Winterthur aus. Die drei ersten Vergleiche gegen Innerschweiz und Zürcher haben die Unterbaselbieter auch gewonnen. Mehr zu verlangen wäre, die Realitäten zu verkennen.

Starwings – BBC Monthey 61:76 (38:41)

Sporthalle Birsfelden. – 292 Zuschauer. – SR: Stojcev/Sani/Emery.

Starwings: Ross (17), Kostic (9), Fuchs (5), Burnatowski (20), Upson (10); Sager, Lutz, Verga, Malinosavic, Wachsmuth; Ngoah.

Monthey: Bavcevic (15), Gibson (14), Mafuta (11), Dubas (15), Mladjan (10); Grau (2), Colon (4), Maza (5), Brandon Kuba; Fosserat, Jerry Kuba, Rajic.

Bemerkungen: Starwings ohne Duspara und Matter (beide verletzt). – Monthey ohne die beiden ausländischen Profispieler Durkovic und Ikonic (beide verletzt). – Viertelsresultate: 21:25, 17:16 (38:41); 10:15 (48:56) und 13:20 (61:76). – Fouls: Starwings 19, Monthey 22.