Promotion League
Zu wenig Klasse – die Old Boys sind nach dem 2:5 in Zürich auf den unteren Tabellenrängen anzutreffen

Zum zweiten Mal in Folge fünf Tore kassiert, zum sechsten Mal in Folge kein Sieg: Für die BSC Old Boys ist und wird diese Spielzeit eine erwartungsgemäss schwierige. Und dies, obwohl es immer wieder gute Momente gibt.

Jeremy Weill
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Zum zweiten Mal in Folge fünf Tore kassiert, zum sechsten Mal in Folge kein Sieg für die Old Boys.

Zum zweiten Mal in Folge fünf Tore kassiert, zum sechsten Mal in Folge kein Sieg für die Old Boys.

Nicole Nars-Zimmer niz

Gegen die zweite Equipe des FCZ traf Valentin Mbarga bereits nach drei Minuten mit einem geschickt getretenen Freistoss aus knapp 20 Metern. Und auch nach Rexhepis Ausgleich, blieben die Old Boys in der Partie – auch dank einiger Paraden von Keeper Keller – und gingen nach einer halben Stunde durch Topscorer Mergim Ahmeti wieder in Front.

Es fehlt an Erfahrung und Klasse

Doch den Gelbschwarzen fehlt es diese Saison einerseits an Erfahrung, anderseits auch an Klasse, um einen Sieg nach Hause zu fahren. «Der letzte Pass hat gefehlt, um die Führung auszubauen», erklärte Stürmer Pascal Rietmann, der den gesperrten Onur Akbulut als Captain vertrat.

Keine vier Minuten nach Ahemtis Tor traf Dzengis Cavusevic (normalerweise im Kader der ersten Mannschaft) zum 2:2 mittels Foulpenalty (Leuthard foulte Dixon). Rund zwei Minuten später gab es gleich nochmals Elfmeter, nachdem der Ball an Limanajs Hand sprang.

Immerhin konnte OB-Keeper Sandro Keller dieses Mal einen weiteren Treffer des Slowenen verhindern. Doch nach der Pause traf Innenverteidiger Lindrit Kamberi zwei Mal nach einem Eckball für das Heimteam.

«Das ist sehr mühsam, denn wir haben uns im Training bewusst auf gegnerische Standards vorbereitet», ärgerte sich Rietmann. Zu guter Letzt setzte der eingewechselte Stephen Odey auf Zuspiel von Cavusevic in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.

Letzter Sieg Anfang September

Nebst sechs Meisterschaftspartien in Folge gab es insgesamt nur einen Vollerfolg in dieser Spielzeit für die Basler. Und dann kommt wie so oft in solchen Phasen auch noch eine Menge Pech dazu. Lavdrim Rexhepi erzielte den Ausgleich zum 1:1 nur, weil er den Ball nicht richtig traf und der so ins Tor kullerte, mit Dzengis Cavusevic und dem einfachen nigerianischen Internationalen Stephen Odey wurden gleich zwei Spieler der ersten Mannschaft eingesetzt und dazu musste Mbarga bereits nach einer halben Stunde verletzt ausgewechselt werden.

All diese Faktoren sind keine Hauptgründe für die Niederlage, haben den Old Boys jedoch sicherlich nicht geholfen. Dennoch würde OB laut Rietmann die Hoffnung nicht verlieren: «Es ist relativ eng in der Tabelle, wir müssen nun schauen, dass wir den Anschluss nicht verlieren.»

Zweitschlechteste Abwehr der Liga

Die Old Boys sind nun unter den Strich gefallen, haben jedoch nur einen Punkt Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Die Möglichkeit auf den ersten Dreier seit dem 3. September gibt es nächsten Samstag gegen Bavois (Schützenmatte, 16.00).

Wichtig ist dabei, dass der Quartierklub nicht zu viele Tore bekommt, denn die Abwehr ist momentan die zweitschlechteste der Liga.

Telegramm

FC Zürich U21 - BSC Old Boys 5:2 (2:2)

Heerenschürli - 100 Zuschauer - SR Hänggi. –Tore: 3. Mbarga 0:1, 17. Rexhepi 1:1, 33. Ahmeti 1:2, 37. Cavusevic (Foulpenalty) 2:2, 53. Kamberi 3:2, 75. Kamberi 4:2, 92. Odey 5:2.

FCZ U21: Smach; Dixon, Stahel, Kamberi, Ndau; Rohner, Aliu, Domgioni, Haile-Selassie (46. Odey); Rexhepi (76. Pereira); Cavusevic.

OB: Keller; Osaj, Dedaj, Limanaj, Leuthard (78. Blatter); Mbarga (32. Sevinc), S. Sahin, Fleury, Gomes (59. Shillova); Rietmann, Ahmeti.

Bemerkungen: 39. Keller hält Handspenalty von Cavusevic. OB ohne Disler, Lindenthal (verletzt), sowie Akbulut (gesperrt).