Fussball

Zürcher Vereine dominieren Amateurturnier in Allschwil

FCZ-Captain Stephan Seiler lässt sich feiern.

FCZ-Captain Stephan Seiler lässt sich feiern.

Bei einem Vorbereitungsturnier für Amateurmannschaften gewinnt die U21 des FC Zürich im Final gegen Wettswil-Bonstetten. Die Basler Vereine gehen leer aus.

Am Traditionsturnier für Fussball Amateur-Teams in Allschwil wurden erstmals zwei Teams aus Zürich eingeladen und diese beiden bestritten dann auch den Final und verwiesen so die vier Vereine aus Basel in die zweite Reihe. Den Turniersieg holte sich der Nachwuchs des FC Zürich nach einem 0:0 gegen Erstligist Wettswil-Bonstetten und dem fälligen Elfmeterschiessen.

Die beiden Dreiergruppen beinhalteten ein Team aus der Promotion League, der 1. Liga und der interregionalen 2. Liga. Ein Endspiel Basel gegen Zürich mit den Black Stars gegen die U21 des FCZ war für viele der Wunsch-Final. Nach einer unbefriedigenden Vorrunde kam das Turnier für Allschwil gerade richtig. «Wir hatten hier keinen Druck. Mir ging es darum zusehen, dass wir Fortschritte machen», so Trainer Sohail Bamassy. Dank dem Sieg im Penaltyschiessen gegen den SV Muttenz reichte es zu Rang fünf. «Das ist ein Turnier zum Testen. Ich kann an drei Tagen allen eine Einsatzmöglichkeit geben und sehe, wo jeder steht», gab sich SVM-Trainer Peter Schädler gelassen. Am Freitag zeigten Muttenz und Old Boys das spektakulärste Spiel, das die Stadtbasler 5:4 für sich entschieden.

Dass die Black Stars um den Turniersieg spielen würden, war aufgrund der Ligazugehörigkeit klar. Aber die Equipe von Samir Tabakovic fand gegen das defensiv starke Wettswil-Bonstetten kein Rezept und verlor 0:1. So reichte es nur zu Platz drei, dies nach einem 1:1 und dem Erfolg im Penaltyschiessen gegen OB. «Wir stehen bereits in der vierten Woche der Vorbereitung und das spürten die Spieler. Das Turnier geht an die Substanz», meinte Assistenztrainer Branko Bakovic. OB-Trainer Jonas Uebersax dagegen war des Lobes voll. «Es war der erste Test für uns, so dass die Leistung gegen Muttenz sehr positiv war. Gegen den FCZ hatten wir dann etwas Tribut gezollt. Für mich war das Turnier aber ein dankbarer Anlass um zu sehen wo wir stehen.»

Dass dann auch das Endspiel erst im Elfmeter-Krimi entschieden wurde, musste schon fast angenommen werden. Wettswil-Bonstetten kassierte im ganzen Turnier keinen Gegentreffer, bekundete jedoch in der Schlussphase gegen die lauffreudigen FCZler Mühe. «Die gute defensive Organisation kam uns auf dem eher kleinen Platz sicher entgegen, aber wir sind schon keine destruktive Equipe. Letzte Saison wurden wir Wintermeister und auch jetzt haben wir die Aufstiegsspiele in die Promotion League wieder im Visier», erklärt Trainer Jérôme Oswald. Er sei mit seinem Team gerne nach Allschwil gekommen, auch wenn er wisse, dass die Zuschauer lieber ein Basler Team im Final gesehen hätten. Ähnlich sah es Marinko Jurendic, Trainer des FCZ. «Klar ist es schön wenn man ein Turnier gewinnt, aber für mich war viel wertvoller, dass ich drei Spiele gegen gute Gegner habe und all meinen Spielern Einsatzzeit geben konnte.» Er sei dankbar, dass er eingeladen wurde, mit einem Team aus Zürich. Für Laurent Longhi sind solche Worte Ansporn für die nächste Austragung, welche dank der Zusage des Titelsponsors bereits gesichert ist.  

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