Basketball
Zuerst Kunst, dann Schlendrian: Starwings gewinnt Cup-Hit gegen Birsfelden

Im Cup-Sechzehntelsfinal verliert der 1.-Ligist CVJM Birsfelden gegen die Starwings aus der NLA erwartungsgemäss mit 44:88. Bereits nach dem ersten Viertel lag der Aussenseiter vorentscheidend mit 6:30 im Hintertreffen.

Georges Küng
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Die Starwings gewinnen gegen Birsfelden
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Basketball Schweizer Cups (1/16-Final): CVJM Birsfelden (1.L) – Starwings Basket ( NLA) am 12.10.2013 in der Sternenfeld-Sporthalle in Birsfelden Starwings Rokas Uzas (l) ist in der Luft eine Klasee für sich gegen Birsfelden Marco Dietrich Foto: Uwe Zinke
Marco Dietrich von Birsfelden ist vor Starwings-Spieler Joel Fuchs am Ball.
Klarer Klassen und Grössenunterschied: Birsfelden mit Marco Mangold gegen Starwings-Riese Rokas Uzas.
Starwings-Trainer Marko Simic gibt beim Tiimeout taktische Anweisungen.
Kein Durchkommen für Birsfeldens Basil Stadelmann gegen Branislav Kostic.

Die Starwings gewinnen gegen Birsfelden

Uwe Zinke

Mit dem ersten Angriffsball erzielte Marco Mangold (24), in seinen Juniorenzeiten Kadermitglied der Starwings, den ersten Korb für den 1.-Ligisten Birsfelden. Es war die erste und einzige Führung des «Cevi», der nach dem ersten Viertel mit 6:30 im Hintertreffen lag. Zehn Minuten lang hatte der A-Ligist das Publikum entzückt – mit Pässen, die teils auf Harlem-Globetrotter-Niveau waren. Und mit Distanzwürfen, die in den Korb gingen.

Starwings-Trainer Marko Simic schenkte dem U20-Internationalen Branislav Kostic das Vertrauen auf der Spielmacher-Position. So sehr Kostic den Ball spürt und fühlt, so unglücklich war seine Darbietung. Sieben Wurfversuche und null Punkte und fünf Ballverluste ist eine Bilanz, die nicht für Einsätze in der Nationalliga A sprechen. Retten tat sich «Brani» Kostic mit zehn zum teils feinen Zuspielen (Assists).

Unkonzentriert bis arrogant

Bedenklich wurde es zu Beginn des dritten Viertels, als der CVJM nach vier Minuten ein 10:0 aufwies. Die «Wings» waren von allen guten Geistern verlassen – und damit waren auch die litauischen Profispieler gemeint, die weder trafen, noch Bälle fingen. Trauriger Höhepunkt war, als Rokas Uzas und Adomas Drungilas alleine auf den Korb liefen und mit einem spektakulären Dunking abschliessen wollten. Leider prallte der Ball an den Korbrand – was zu Gelächter im Publikum führte. Es zeigte aber, dass mit Fortdauer der Partie die Konzentration des Oberklassigen nachliess und man nur mit «künstlern» zu Körben kommen wollte. Eine falsche Einstellung.

Mutiger Aussenseiter

Dass die Birsfelder das dritte Viertel mit 18:18 ausgeglichen gestalten konnten, spricht für die Equipe von Pascal Donati. Physisch stark, mutig im Eins gegen Eins sowie den Weg zum Korb suchend, trug der Unterklassige viel dazu bei, dass sich das Publikum an einer Partie erfreute. Michael Bachmann und Joël Stadelmann (beide zehn Punkte) sowie Basil Stadelmann (acht Zähler) waren punktemässig die besten CVJM-Spieler.

Erst in den letzten vier Spielminuten bemühten sich die Starwings, wieder ein wenig Zauber-Basketball zu zeigen. So gewannen sie eine Partie, die zwei Sieger hatte. Der CVJM Birsfelden, mit seinem breiten Kader, erhielt die Gewissheit, dass er in der 1. Liga mit Sicherheit zu den allerbesten Teams gehört. Die «Wings» bewiesen, dass sie phasenweise «Zucker-Basketball», wie es ein Zuschauer nannte, spielen können. Aber Einbrüche wie nach der Pause werden in der Nationalliga A bestraft – diese bittere Erfahrung machten die Unterbaselbieter in Genf und auch am letzten Samstag zu Hause gegen SAM Massagno.