Landhockey

Zum Auftakt geht es gleich gegen den Meister aller Klassen

Die Baslerinnen treffen zum Auftakt gleich auf die starken Wettingerinnen.

Die Baslerinnen treffen zum Auftakt gleich auf die starken Wettingerinnen.

Mit neuem Trainer und neuen Ambitionen starten die Dybli des BHC am Sonntag in die neue Nationalliga-A-Saison. Erster Gegner ist ausgerechnet Serienmeister Rotweiss Wettingen.

Rotweiss Wettingen ist das Mass der Dinge im Schweizer Landhockey. In der letzten Saison wurden sowohl die Männer als auch die Frauen Schweizer Meister, beziehungsweise konnten ihren Titel verteidigen. Nun dürfen die Baslerinnen, die im letzten Jahr auf dem Feld den Ligaerhalt gerade noch geschafft haben, zum Saisonauftakt am Sonntag (11.00 Uhr) direkt bei den Aargauerinnen antreten. Die Vorzeichen scheinen klar.

Rang drei als Idealfall

«Wenn ich von einer Niederlage ausgehen würde, wäre ich ein schlechter Trainer», sagt Tobias Binz, der seit 1. Juli die Frauen trainiert. Er sagt aber, dass der Druck gegen die Übermannschaft nicht allzu gross ist und eine Niederlage, gerade auswärts, wohl kein Beinbruch wäre. Das soll aber nicht heissen, dass die Dybli in diesem Jahr keine Ambitionen hätten. «Im letzten Jahr gingen sicher einige Partien knapp verloren. Diese Punkte wollen wir in dieser Saison holen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben», sagt der 38-jährige Binz, der vor 13 Jahren bereits einmal an der Seitenlinie der Basler Frauen stand. Der ehemalige Verteidiger und heutige Seniorenspieler will offensiver spielen lassen als im Vorjahr und denkt, dass die Mannschaft im Idealfall den dritten Rang anvisieren kann.

Binz blickt aber auch schon in Richtung Hallensaison. Dort wird neu mit fünf statt sechs Akteurinnen gespielt. Eine Änderung, die den Baslerinnen mit eher dünnem Kader entgegen kommt. Aber auch schon mit sechs Spielerinnen wurden die Dybli dieses Frühjahr Vize-Meister. Da die Hallen-Finalrunde im nächsten Jahr in Basel stattfinden wird, kann es nur ein Ziel geben: den Meistertitel vor Heimpublikum.

Ausgerechnet aus Wettingen

Neben zwei Abgängen kann der Trainer den Zuzug einer Engländerin, die aber erst ein Training absolviert hat, und von der routinierten Melina Antoniadis vermelden. Die 30-Jährige arbeitet als Lehrerin in Basel und kommt ausgerechnet von Sonntagsgegner Rotweiss Wettingen. Sie hat aber die letzten drei Jahre pausiert und kennt deswegen nicht mehr alle Spielerinnen. «Tipps kann ich keine abgeben», sagt sie.

Komisches Gefühl

Es sei natürlich ein komisches Gefühl in Wettingen, wo sie immer noch wohnt, gegen Wettingen aufzulaufen, aber sie nehme diese Herausforderung professionell. Schonung von ihren ehemaligen Teamkolleginnen erwartet sie nicht: «Spätestens, wenn ich vor ihrem Tor auftauche, hört der Spass wohl auf», sagt die ehemalige Stürmerin, die noch nicht weiss, ob sie am Sonntag auf ihrer angestammten Position spielen wird. Sie hofft dem Basler Team mit ihrer internationalen Erfahrung aus Europacup-Zeiten helfen zu können – konditionell sei sie aber noch nicht ganz auf altem Niveau, sagt Antoniadis, die gerade noch mit einer WBS-Klasse in einem Lager weilt.

Tobias Binz zieht nach den ersten Trainingswochen ein positives Fazit. Alle seien motiviert bei der Sache und bereit für die Meisterschaft. Auch wenn der Gegner Rotweiss Wettingen heisst.

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