Breitensport

Zusammenhalt, der bewegt: Der Basler Frauenlauf im Zeichen der Solidarität

Der diesjährige Basler Frauenlauf stand ganz im Zeichen der Solidarität. Viele Läuferinnen trugen die pinke Schleife, um auf Brustkrebs aufmerksam zu machen. Die jüngste Teilnehmerin war fünf, die älteste 83 Jahre alt.

«Ohne Frauen läuft nichts», steht auf den pinken Shirts vieler der Frauen, die sich am gestrigen Sonntagmorgen in der Basler Innenstadt eingefunden haben. Ob Einzelkämpferinnen, Mütter mit ihren Töchtern oder Freundinnen: Wo die Teilnehmerinnen im vergangenen Jahr noch bei sommerlicher Hitze schwitzten, trotzten gestern rund 2000 Läuferinnen bei der dritten Ausgabe des Basler Frauenlaufs den eisigen Temperaturen.

Auf dem Marktplatz, dem Start- und Zielort des Laufes, konnte man sich vor dem Beginn noch schnell eine Flechtfrisur verpassen lassen, sich beim gemeinsamen Zumba aufwärmen oder schon mal an einem Glühwein nippen. «Der ist bei diesen Temperaturen bitter nötig», sagt eine Joggerin zu ihrer Freundin. So mache die Veranstaltung gleich noch mehr Spass.

Genau diese Freude stand auch bei der diesjährigen Ausgabe wieder im Zentrum. Denn beim Frauenlauf zählen in erster Linie nicht die sportlichen Erfolge, sondern das Miteinander und das Erreichen der persönlichen Ziele. Die beiden angebotenen Strecken über 5 oder 10 Kilometer konnten somit je nach Lust und Laune joggend, walkend oder spazierend absolviert werden. Ebenso waren unter den Läuferinnen alle Altersklassen vertreten. Die jüngste Teilnehmerin war gerade mal fünf und die älteste 83 Jahre alt.

Solidarität in Pink

Neben den pinkfarbenen Laufshirts trugen viele Teilnehmerinnen auch kleine rosafarbene Schleifen, um damit auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen. Denn der dritte Basler Frauenlauf stand ganz im Zeichen der Solidarität. Die Krebsliga beider Basel und das Brustzentrum Basel Bethesda Spital bildeten ein eigenes Team.

Unter dem Namen «Pink Pearls» konnten Frauen, die in den vergangenen zwei Jahren an Brustkrebs erkrankt sind, gratis teilnehmen. Ebenso konnte man mit dem Start unter diesem Teamnamen seine Solidarität ausdrücken.

Doch nicht nur die rosa Schleifen, sondern auch bunte Aufkleber prägten das Bild des Laufes. Denn unter die Joggerinnen mischten sich auch einige, die den Lauf dazu nutzten, um mit Flyern und Aufklebern auf den Frauenstreik vom 14. Juni aufmerksam zu machen. Eine Gruppe junger Frauen, die sich mit altmodischen Hüten und Röcken verkleidet hatte, rannte gar mit Bannern ausgestattet und «Frauenstreik» rufend ins Ziel.

Etwas gemütlicher und weniger politisch nahm es eine Läuferin nur einige Meter hinter ihnen. Sie staubte kurz vor dem Ziel von ihren «Fans» an der Seite der Strecke noch ein Glas Prosecco ab, mit dem sie lachend über die Ziellinie lief. Dicht gefolgt von einer Gruppe junger Mädchen, die gemeinsam und sich an den Händen haltend den Lauf beendete.

«Züri schlägt Basel»

Doch ungeachtet des Spasses und der Message wurden auch beachtliche sportliche Leistungen erzielt. Die Strecke über 10 Kilometer legte Franziska Kupper mit einer Zeit von 40:06,9 am schnellsten zurück. Dicht gefolgt von Deborah Büttel aus Basel. «Züri schlägt heute also Basel. Ganz im Gegensatz zum gestrigen Fussballspiel», spottete der Moderator, nachdem er den beiden gratuliert hatte.

In der Kategorie über 5 Kilometer ging Michaela Vahle als Siegerin hervor. Sie war mit einer Zeit von 21:06,1 rund zwei Sekunden schneller als die Zweitplatzierte Shawney Lang. Selina Nardiello aus Basel wurde Dritte. Bei den Nordic Walkerinnen beendete Cristina Vonzun den Lauf als Erste vor Carmen Meyer und Conny Koller.

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