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Zuversichtliche Schweizer vor wegweisender Weltcuprunde

Matthias Kyburz: „Meine Form scheint gut zu sein und ich reise mit der Erwartung nach Norwegen und Schweden, Topresultate zu erzielen.“

Matthias Kyburz: „Meine Form scheint gut zu sein und ich reise mit der Erwartung nach Norwegen und Schweden, Topresultate zu erzielen.“

Ab heute Mittwoch geht der OL-Weltcup in Norwegen und Schweden die zweite Runde. Die Ausgangslage ist spannend, weil die gesamte Weltelite das erste und letzte Mal vor der WM gegeneinander antreten wird. Die Schweizer gehören zu den Favoriten.

Als gemeinsame Leader im Gesamtweltcup reisen Daniel Hubmann und Matthias Kyburz nach Skandinavien. Sie hatten die erste Weltcuprunde Anfang Jahr in Tasmanien dominiert, als beide in drei Läufen dreimal auf dem Podest gestanden hatten. Allerdings fehlten auf der australischen Insel einige Spitzenathleten.

Ab heute Mittwoch wird dies anders sein. Alle internationalen Top-Stars werden in Norwegen und Schweden am Start sein. Es ist damit das erste und letzte hochkarätige Aufeinandertreffen vor den Weltmeisterschaften Anfang August. Trotzdem geben sich Daniel Hubmann und Matthias Kyburz zuversichtlich. „Meine Form stimmt. Nach dem erfolgreichen Weltcupauftakt in Australien hoffe ich, dass ich wieder um Podestplätze mitlaufen kann“, sagt der ältere der Hubmann-Brüder.

Ähnlich klingt es bei Matthias Kyburz: „Meine Form scheint gut zu sein und ich reise mit der Erwartung nach Norwegen und Schweden, Topresultate zu erzielen.“ Der dritte heisse Kandidat für Schweizer Spitzenplätze heisst Fabian Hertner. Der Winterthurer mit Basler Wurzeln zeigte zuletzt starke Resultate. Mitte Mai gewann er die Schweizer Meisterschaft im Sprint – vor Daniel Hubmann und Matthias Kyburz. Kein Wunder, zeigt sich Hertner vor dem Weltcup ebenfalls optimistisch: „Die Selektionsläufe vor zwei Wochen haben mir eine sehr positive Rückmeldung zu meinem Formstand gegeben.“

Der Zwischenstand im Gesamtweltcup sieht aus Schweizer Sicht auch bei den Frauen erfreulich aus. Sara Lüscher befindet sich derzeit auf dem zweiten Platz. Sie freue sich auf eine Herausforderung im Norden, sagt die 29-jährige Zürcherin. „Mein Ziel ist es, konstant solide Leistungen zu zeigen und so vorne mitreden zu können.“ Judith Wyder befindet sich derzeit als Dritte ebenfalls auf dem Podest im Gesamtweltcup.

Um den Zustand der letztjährigen Dominatorin (je dreimal EM- und WM-Gold) herrscht jedoch Ungewissheit. Sie hatte im Winter und Frühling mit Krankheit und gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, dessen Ursachen immer noch nicht geklärt sind. Seit einigen Wochen läuft es im Training der Bernerin besser. Und an den letzten Wettkämpfen in der Schweiz hat sie bewiesen, dass sie auf dem Weg zurück ist, zum Beispiel mit dem Schweizer Meistertitel im Sprint. Weil sie letzte Woche wieder krank im Bett lag, halten sich die Erwartungen vor dem Weltcup-Block trotzdem in Grenzen: „Ich nehme die Wettkämpfe als Schritt auf dem Weg zur WM“, sagt Wyder. Für sie stünde der Fokus auf einer stabilen technischen Umsetzung, Rangziele mag sie sich keine setzen.

Für die Schweizerinnen und Schweizer versprechen die Wettkämpfe in den traditionellen OL-Nationen zusätzliche Spannung, bilden sie doch die Selektionsgrundlage für die Weltmeisterschaften. Fabian Hertner bezeichnet die Weltcup-Läufe deshalb zu Recht als „wegweisend“ für den weiteren Verlauf der Saison. Das Team, das Anfang August im schottischen Hochland rund um Inverness um WM-Medaillen kämpfen wird, wird am Dienstag, 9. Juni, bekannt gegeben.

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