Die Winterpause in der Promotion League kommt zum richtigen Zeitpunkt. Das fanden wohl die meisten Zuschauer, die am Samstagnachmittag im Leichtathletikstadion St. Jakob den Match zwischen dem FC Basel U21 und Yverdon-Sport verfolgten. Um den tiefen Temperaturen und dem kalten Wind zu trotzen, hüpften viele, um sich in der Schlussphase warm zu halten.

Späte Tore fielen zwar keine, aber immerhin sorgte das Heimteam mit zwei Alu-Treffern für erhöhten Puls. Da war Uran Bislimis Kracher aus 25 Metern, der an die Latte klatschte (78.). Und da war auch ein von Ylber Lokaj eingeleiteter Angriff, an dessen Ende der Innenverteidiger eine Flanke von Leonardo Gubinelli in Bruce-Lee-Manier aus wenigen Metern ans Lattenkreuz hämmerte (83.). Die Gäste versuchten ihr Glück derweil via Standards, hatten aber trotz ihrer physischen Vorteile keinen Erfolg, sodass es bis zum Abpfiff beim 1:1 blieb.

Ein gerechtes Resultat

„Das Resultat ist gerecht“, fand Arjan Peço, bedauerte aber dennoch, dass seine Equipe nicht als Sieger vom Platz gegangen war. „Drei Punkte wären durchaus möglich gewesen“, sagte der Basler U21-Trainer und trauerte einem verschossenen Penalty aus der ersten Halbzeit nach. Auf der anderen Seite freute ihn die Entwicklung des Teams in den vergangenen Wochen. „Vor nicht allzu langer Zeit hätten wir gegen einen so starken Gegner wie Yverdon wohl noch ein spätes Gegentor kassiert ...“ Nun aber ist man seit fünf Ligapartien unbesiegt.

Mit Rang 12 und 18 Zählern bei Saisonhälfte fällt die Basler Bilanz statistisch dennoch durchzogen aus, dessen ist sich auch Peço bewusst. „Wir hätten ein paar Punkte mehr mitnehmen müssen, denn unsere Leistungen waren nicht schlecht.“

Pululu verschiesst Elfmeter

Gut war auch der Jahresabschluss gegen das favorisierte Yverdon. Afimico Pululu hatte in der 12. Minute die Möglichkeit, das Heimteam nach einem sehr streng gepfiffenen Elfmeter in Führung zu bringen. Doch weil Gästegoalie Kevin Martin die richtige Ecke ahnte, konnte er den halbhoch geschossenen Penalty abwehren.

Da die Rotblauen sich vom Fehlschuss nicht beirren liessen und die Westschweizer ihre abwartende Haltung nicht ablegten, änderte sich in der Folge aber wenig am Geschehen. Nur fünf Minuten später gelang der Peço-Elf schliesslich der verdiente Führungstreffer. Der auffällige Okafor, der später mit einer „Tomate“ am Oberschenkel ausgewechselt werden musste, wirbelte auf Links die Yverdon-Abwehr durcheinander, sein Zuspiel in die Mitte verwertete Pululu im Rutschen zum 1:0.

Die Grünweissen kamen erst in der letzten Viertelstunde auf Betriebstemperatur und sorgten dafür, dass sich die Spielanteile ausglichen. Torchancen gab es aber erst nach dem Seitenwechsel: Gilles Yapi setzte einen Freistoss knapp neben das Tor (49.) und Cristian Buds Kopfball aus kurzer Distanz zwang FCB-Keeper Signori Antonio zu einer guten Parade (60.).

Doch noch der Ausgleich 

Das 1:1 gelang den Gästen schliesslich in der 67. Minute. Nach einem penaltyreifen Einsteigen von Konstantinos Dimitriou gegen Allan Eleouet, liess Alessandro Ciarrocchi Antonio aus elf Metern keine Abwehrchance. Der verwandelte Strafstoss des ehemaligen Super-League-Stürmers war übrigens der einzige Gegentreffer, den der FCB-Nachwuchs in den letzten drei Partien kassierte. Ein weiteres Indiz dafür, dass man endgültig in der Promotion League angekommen ist.