Badminton
Zwei Baselbieter schnuppern erstmals bei der Welt-Elite

Die Baselbieter Badminton-Spieler Christian Kirchmayr und Joshua Panier debütierten an den Swiss Open. Das Baselbieter Duo verlor jedoch klar Gegen die beiden Badminton-Profis Triyachart Chayut und Danny Ba Chrisnanta aus Singapur.

Jonas Burch
Merken
Drucken
Teilen
Trotz Niederlage in der Doppel-Qualifikation total entspannt: Christian Kirchmayr (l.) mit Joshua Panier.

Trotz Niederlage in der Doppel-Qualifikation total entspannt: Christian Kirchmayr (l.) mit Joshua Panier.

Jbu

Am Ende verliess das Doppel Kirchmayr/Panier mit hängendem Kopf das Feld. «Vielleicht war ich einfach zu nervös und wollte zu genau spielen», ärgert sich der 18-jährige Christian Kirchmayr über seine Eigenfehler. «Wenigstens 15 Punkte in einem Satz hätten wir machen können. Der Gegner war nicht so stark wie erwartet», analysiert der ein Jahr jüngere Joshua Panier nach dem Spiel.

Es sollte und wollte nicht sein. Gegen die beiden Badminton-Profis Triyachart Chayut und Danny Ba Chrisnanta (Nr. 90 der Welt) aus Singapur verlor das Baselbieter Doppelduo klar in zwei Sätzen mit 21:9 und 21:11. Trotzdem.

Für die beiden Jungtalente war die Premiere an der Swiss Open in Basel eine prägende Erfahrung. «Vorhin hat sich neben uns der Bronze-Medaillengewinner der letzten Olympischen Spiele, Chen Jin, aufgewärmt. Das macht natürlich schon Eindruck», sagt der 17-jährige Bubendorfer und lächelt. Auch sein Therwiler Doppelpartner vom SC Uni Basel schwärmt: «Es ist unglaublich, einmal in einer solch grossen Halle zu spielen, selbst wenn heute noch nicht viele Zuschauer da waren.»

Training an der Talent School

Auch wenn es für die beiden Badminton-Cracks auf internationalem Niveau noch nicht reicht – auf gutem Weg sind die beiden allemal. Denn beide besuchen in Frenkendorf die Badminton Talent School (BTS). Trainiert wird zwischen sechs- und siebenmal pro Woche. Joshua Panier rangiert aktuell an dritter Stelle bei den Männern des NLA-Vereins Solothurn. Mit den Solothurnern hat er die Saison auf dem sechsten Schlussrang beendet. Immerhin.

Anders sieht die Ausgangslage bei Kirchmayr aus. Der amtierende U19-Vize-Schweizer-Meister steht mit Uni Basel vor den wegweisenden Aufstiegsspielen in die NLA. Bei den Baslern ist er die Nummer 1 im Team - und das mit 18 Jahren. «Gegen meinen Trainer würde ich im 1 gegen 1 wahrscheinlich immer noch verlieren», sagt Kirchmayr augenzwinkernd.

Das Ziel ist die NLA

Seine lockere und unbekümmerte Art behält auch er vor den Spielen bei. Deswegen habe er auch nie Probleme gehabt, mit Druck umzugehen, ergänzt der Gymnasiast. Gute Voraussetzungen für einen, der grosse Ziele verfolgt. Die Aufstiegsspiele in die NLA sollen erst der Anfang einer möglicherweise sehr interessanten Karriere sein. «Ich will künftig in der NLA spielen. Es gibt auch schon den einen oder anderen Verein, der mir sein Interesse signalisiert hat. Trotzdem würde ich Basel nur ungern verlassen», macht Kirchmayr deutlich.

Im Schweizer Badminton-Ranking bewegt sich der Sportfan zwischen dem 10. und dem 15. Platz. Tendenz steigend. Nach dem Highlight an den Swiss Open und den kommenden Aufstiegsspielen hat der U19-Nationalspieler ein weiteres grosses Ziel: der Sieg an den U19-Schweizer-Meisterschaften im kommenden Mai.