«Der Crossrun hat sich als regionaler Lauf stets entwickelt und ist längst etabliert». Der dies sagt, heisst Roman Heggendorn (36), war einst ein Leistungs-Leichtathlet (Zehnkämpfer) und präsidiert seit einigen Jahren den LC Therwil.

Vor fünf Jahren hat der Therwiler, zusammen mit der Crossklinik, diesen Lauf ins Leben gerufen. Heggendorn und Gérard Farkas, Arzt in der Crossklinik, bilden auch das zweiköpfige, perfekt eingespielte Organisations-Komitee.

260 Läufer dabei

Und der Erfolg gibt ihnen Recht. Heuer gingen 260 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke. Das ist ein neuer Teilnehmerrekord.

Gestartet wurde beim Fichtenrain, ein paar Hundert Meter oberhalb des Ortskernes. Das Ziel war der Froloo, ein beliebter Rastplatz mit Hütte im Therwiler Wald.

Zehn Kilometer lange Strecke

Die Strecke misst genau zehn Kilometer und ist sehr anspruchsvoll. Und «geht total in die Beine», wie zwei junge Läuferinnen am Mittag beim Nachhausegehen erklärten.

«Am Montag werden wir wohl schwere Beine haben», so die beiden Athletinnen des LC Therwil. «Die Strecke ist coupiert und verläuft zu 100 Prozent auf Naturwegen; es hat kurze und längere Aufstiege, auf die wieder abfallendes Geländer folgt. Zeit zum Ausruhen hat man nicht», weiss Heggendorn.

14 Sekunden Vorsprung

Es war keine Überraschung, dass in der Hauptkategorie der Männer nur zwei Läufer für den Tagessieg infrage kommen würden. Oqubit Berhane (35) hat kürzlich den Liestaler Stadtlauf und den Basler Brückenlauf für sich entschieden.

Der Mann aus Eritrea, der in Niederdorf (Oberbaselbiet) wohnt, schlug von Beginn weg ein hohes Tempo an. Dieser hohen Pace vermochte nur sein 37-jähriger Landsmann Mohammednur Hamd zu folgen. Zwei Drittel der Rennstrecke folgte Hamd, der in Schaffhausen wohnt, dem späteren Sieger wie ein Schatten – doch auf den letzten knapp drei Kilometern, wo es ruppige Steigungen zu bezwingen galt, distanzierte der Favorit seinen Verfolger doch noch um gut 14 Sekunden.

Schenkel auf dem 3. Rang

«Oqubit Berhane weist eine Marathon-Bestzeit von zwei Stunden und zwölf Minuten auf. Das sagt schon alles aus», sagt Heggendorn. In der Tat darf man den Afrikaner als Mann mit internationaler Klasse bezeichnen.

Die drittbeste Tageszeit erreichte Laurent Schenkel. Der 19-jährige Athlet des LC Therwil ist ein grosses Talent mit einem immensen Potenzial und verlor auf den Gewinner nur gerade dreieinhalb Minuten. Und distanzierte in seiner Klasse (M20) den zweitplatzierten Alexander Berman aus Reinach um mehr als zwei Minuten.

Den Wurzeln treu bleiben

Der Crossrun soll primär ein Volkslauf bleiben. Mit der sonntäglichen Teilnehmerzahl ist die Obergrenze beinahe erreicht. Und für den Veranstalter ist es schön, dass in den jugendlichen Kategorien rund 100 Athletinnen des LC Therwil an den Start gingen. Auch wenn einige gestern mit Muskelkater in die Schule gegangen sind.