Schwingen
Zwei Festsiege in 24 Stunden

Der 24-fache Kranzgewinner und Sennenschwinger Michael Gschwind vom Schwingklub Binningen hat zum zweiten Mal nach 2007 den traditionellen Steinegg-Schwinget bei Himmelried SO mit 58,75 Punkten gewonnen.

Willi Wenger
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Der 24-fache Kranzgewinner und Sennenschwinger Michael Gschwind vom Schwingklub Binningen hat zum zweiten Mal nach 2007 den traditionellen Steinegg-Schwinget bei Himmelried SO mit 58,75 Punkten gewonnen. Er warf im Schlussgang den Gastschwinger Willi Schillig (Schwingklub Oberwil-Zug) bereits in der ersten Minute mit Kurzzug zu Boden. Schillig wurde mit 57,25 Zählern letztlich in Rang 2a klassiert; Rang 2b und somit seinen ersten Kranz erkämpfte sich Remo Kocher, ebenfalls ein SC-Binningen-Athlet. Turnerschwinger Andreas Henzer, ebenfalls SCB, wurde mit 56,25 Punkten als drittbester Baselbieter guter Fünfter. Gschwind liess im solothurnischen Schwarzbubenland nichts anbrennen. Keine 24 Stunden nach seinem Triumph am Fraumatt-Schwinget in Oberwil setzte er sich überlegen durch.

Er buchte in den ersten vier Gängen jeweils die Maximalnote und lag bereits zu diesem Zeitpunkt fast uneinholbar an der Spitze. Gschwind hat noch einiges vor in dieser Saison: «Ich möchte noch drei Kränze gewinnen und dann am Unspunnenfest in Interlaken meine volle Leistung abrufen.» Bereits am Sonntag könnte Gschwind am Nordwestschweizerischen Teilverbandschwingfest in Arlesheim auf Schwingerkönig Kilian Wenger treffen. Ein möglicher Gegner des «Königs» ist auch Andreas Henzer, der in der Vergangenheit immer wieder gerne dazu «missbraucht» wurde, um die ganz Grossen der Szene zurückzubinden. Auch er wird hoch motiviert und ausgeruht antreten. «Ich trainiere in dieser Woche nicht», sagte er auf der Steinegg, «angesagt sind in erster Linie Ruhe und Erholung.»

Auch Henzer sieht das Fest in Interlaken anfangs September als seinen Saisonhöhepunkt: «Das Unspunnenfest ist das Glanzlicht für mich, welchem ich ab nächster Woche alles unterordnen werde.» Am Regionalfest, welches eigentlich auf Seewner Boden stattgefunden hat, waren gut 700 Zuschauer vor Ort, darunter auch viel Prominenz wie der Solothurner Ständerat Rolf Büttiker und Regierungsrat Klaus Fischer, welcher das Interesse der Solothurner Regierung dokumentierte.