1. Liga

Zwei Klubs mit unterschiedlichen Perspektiven

"Congeli", hier mit Nico Thüring (Mitte), kämpfte bislang ohne grossen Erfolg.

"Congeli", hier mit Nico Thüring (Mitte), kämpfte bislang ohne grossen Erfolg.

Mit den Black Stars und Concordia spielen (nur) noch zwei Basler Klubs in der 1. Liga. Während die „Schwarz-Sterne“ den Aufstieg in die Promotion League anstreben, muss sich „Congeli“ in steigern, um nicht in die 2. Liga inter abzusteigen.

„Mir war bewusst, dass die zweite Spielzeit in der 1. Liga schwer würde. Umso mehr, als wir im Vergleich zur Vorsaison an Routine und Substanz eingebüsst haben. Unsere Zuzüge waren Spieler aus unteren Ligen, die sich erst ans Niveau, vor allem an das Tempo, der 1. Liga adaptieren müssen“. Der dies sagt, heisst Peter Schädler, war ein früherer Nationalliga-A-Fussballer (FC Nordstern) und ist Inhaber der UEFA Pro Lizenz. Dem höchsten Trainerschein im Fussball.

Kalter, ja frostiger Winter

Seine Equipe genügte selten Erstliga-Ansprüchen. 14 Spiele und sieben Punkte, 13 Tore erzielt und 58 Gegentreffer erhalten. Das gibt Platz 13. Dahinter nur noch der desolate FC Grenchen, der den Grossteil der Spielzeit mit einer besseren Viertliga-Elf bestreiten musste und ein skandalöses Torverhältnis von 10:80 aufweist. Aber vor Concordia liegt, wider Erwarten, der FC Bern, der zwei Zähler mehr als die Schädler-Elf aufweist, obwohl die Basler in der Bundeshauptstadt zu gewinnen vermochten. Nicht auszudenken, wenn dieses Direktduell auch verloren gegangen wäre.

Wer die beiden letzten Heim-Matches vor der dreimonatigen Winterpause mit dem Gesamtskore von 2:17 (!) verliert (1:12 gegen Luzern, 1:5 gegen Black Stars) steht vor einem kalten, ja frostigen Winter. Für die Klubverantwortlichen ist es klar, dass „wir uns verstärken müssen“, so Coach Reto Fluri. Einfach gesagt, aber schwieriger zu realisieren. Umso mehr, als dass beim Traditionsverein die Mittel – milde gesagt - beschränkt sind.

"Wir brauchen Zeit"

Das Kader ist quantitativ gross genug. Der Mix von Routiniers (Torhüter Florian Stocker, Abwehrchef Basil Gygax, Mittelfeld-Regisseur Nico Thüring) und jungen, noch entwicklungsfähigen Spielern stimmt. „Wir brauchen Zeit“, pflegt(e) Trainer Schädler oftmals nach Verlustpartien zu sagen. Aber auch er weiss, dass man im (bezahlten) Fussball alles hat – ausser Zeit!

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