Für Sylvie Wirth aus Arisdorf war es bereits die dritte EM-Teilnahme. Die 21-Jährige erreichte in Spanien im Einzelwettkampf ihre bisher beste Platzierung.  Mit dem 11. Rang in der Qualifikation schaffte sie problemlos den Einzug in den Halbfinal der 24 besten Seniorinnen. Auf Grund eines kleinen Fehlers verpasste sie mit dem 16. Schlussrang die Vorgabe des Schweizerischen Turnverbandes um einen Platz. Trotzdem war Felix Stingelin, Chef Spitzensport, mit ihrer Leistung zufrieden.

Erste EM-Teilnahme für Mussmann

Die jüngste Turnerin im Schweizer Team, Emily Mussmann aus Magden, nahm zum ersten Mal an einer EM teil. Ende Januar verletzte sich die 13-Jährige beim Training und musste mehrere Wochen pausieren. Dank einem optimalen Zusammenspiel von allen Beteiligten machte ihr Fuss voll mit. Die Fricktalerin qualifizierte sich mit Rang 24 gerade noch für den Halbfinal. Dort steigerte sie sich in gegenüber der Vorrunde um zwei Punkte und stiess auf den guten 13. Rang vor.

Sarah Hunziker (Tenniken) darf mit ihrer ersten EM-Teilnahme zufrieden sein. Auch sie ist erst 13 Jahre alt und konnte ihr aktuelles Potential abrufen. Das gleiche gilt für die Tessinerin Lisa Teoldi, die erst seit 15 Monaten Trampolin springt und seit acht Monaten in Liestal trainiert.

Die Schwierigkeit der Übungen muss erhöht werden

Moira Ciliberto (Sissach) als vierte Juniorin des Nordwestschweizerischen Kunstturn- und Trampolinzentrums Liestal (NKL) startete zum zweiten Mal an einer EM. Auch sie konnte wegen einer langwierigen Fussverletzung nicht optimal trainieren. Darunter litt vor allem die Stabilität.

Die beiden Synchronpaare Ciliberto/Mussmann und Teoldi/Hunziker waren auf Beginn dieses Jahres neu zusammengesetzt worden. Deshalb durfte man von ihnen keine Wunder erwarten. Die Unerfahrenheit zeigte sich besonders deutlich in der Synchronität.

NKL-Trampolincheftrainerin Svetlana Ihnatovich war Mitglied der Schweizer Delegation. Aus ihrer Sicht muss hauptsächlich die Schwierigkeit der Übungen erhöht werden und an der individuellen Trainingsqualität gearbeitet werden. Nur so kann der Anschluss an die führenden Oststaaten geschafft werden.