Sie ist noch immer präsent, die Finalserie des letzten Jahres. Im fünften und letzten Spiel unterliegen die Therwil Flyers den Bern Cardinals. Das Spiel ist lange offen, könnte auf beide Seiten kippen, doch den Flyers fehlt im entscheidenden Moment das Glück. Auch am Qualifikationsturnier in Solingen erreichen die regionalen Baseballer das Finalspiel. Verlieren dort aber gegen die Heimmannschaft mit 0:1 und können nicht in den Europacup einziehen.

Absolute Titelfavoriten

Die Tradition der Schweizer Baseballliga will es, dass Meister und Vizemeister der Nationalliga A am sogenannten Opening Weekend in der ersten Meisterschaftspartie aufeinandertreffen. Es kommt also gleich im ersten Spiel auf der Heerenschürli in Zürich zur Finalrevanche vom vergangenen Jahr. Da die zwei Mannschaften auch dieses Jahr als absolute Titelfavoriten gehandelt werden, dürfte nach dem Spiel bereits etwas klarer sein, wer in diesem Jahr den Takt angibt.

Dabei wird vor allem ein Spieler mit Spannung erwartet. Den Bern Cardinals gelang es als erstes Schweizer Team einen Amerikaner als Spielertrainer zu engagieren, der in den USA in der höchsten Liga gespielt hat. Sebastian Zwyer von den Flyers ist gespannt auf das Duell: «Die Zeiten, als ein Spieler allein eine Partie entscheiden konnte, sind vorbei. Dafür ist das Niveau in der Schweiz mittlerweile zu hoch. Aber ein Pitcher, der keine Punkte zulässt, kann schon matchentscheidend sein.»

Die Therwiler auf der anderen Seite konnten ihr Team zusammenhalten. John Bullock Tucker, der amerikanische Spielertrainer, der bereits letzte Saison massgeblich an den Erfolgen beteiligt war, wird heute in der Schweiz ankommen und will mit den Flyers den Titel gewinnen. Auch die anderen zwei Ausländer, der Australier Chris Blackbee und der Franzose Ianis Bouteloup, die beide in der Region wohnen, werden wieder mit von der Partie sein. In Kombination mit den jungen Spielern, die ein Jahr reifer sind, und den insgesamt zehn Schweizer Nationalspielern denkt Zwyer, dass die Flyers ein schlagkräftiges Team stellen.

Wieder gegen Solingen

In der Qualifikation zum Europacup treffen die Leimentaler wie 2010 auf die Solingen Alligators. Sie können sich in diesem Jahr also nicht nur bei den Bernern, sondern auch bei den Deutschen für ihre Finalwiederlage revanchieren. «Wir wollen im Europacup möglichst gut abschneiden. Wir müssen aber auch aufpassen, weil wir im letzten Jahr nach dem Qualifikationsturnier in der Meisterschaft einen Durchhänger hatten. Das sollte sich nicht wiederholen», sagt der 30-jährige Zwyer, der sich freut, dass die Saison nun endlich wieder losgeht.