Fussball

Zwei rote Karten in den Sandgruben

Pratteln verliert das 2.-Liga-Spiel gegen Amicitia 1:2. Das Gästeteam aus Riehen kam in der 37. Minute durch Schoeffel zur Halbzeitführung, Gassmann schoss nach einer Stunde zum 2:0 nach. Pratteln erzielte in der 88. Minute den Anschlusstreffer.

«Wenigstens sind wir nicht auseinandergefallen», sagte Pratteln-Coach Stefan Krähenbühl nach der 1:2-Niederlage gegen Amicitia. «Gegen Timau war das nämlich der Fall.» Die Prattler kommen diese Saison einfach nicht auf Touren. «Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn gekämpft hat sie.» Das sei in den letzten Partien nicht immer der Fall gewesen.

Halbzeitführung in der 37. Minute

Am Samstag war die Partie ausgeglichen. In der Folge drückte das Gästeteam aus Riehen und kam in der 37. Minute zur verdienten Führung: Chukwu lief an der Seite durch und flankte, Florian Schoeffel stand völlig allein vor Clemente und schob zur Halbzeitführung ein.

Nach einer Stunde die vorübergehend entscheidende Spielszene: Riehens Goalgetter Uebersax wurde von Pratteln-Captain Remo Kessler als letzter Mann gestoppt. Mit Rot und Penalty folgte die Höchststrafe für die Baselbieter. Der fällige Penalty von Gassmann konnte der in der Halbzeit eingewechselte Öztürk parieren, musste sich jedoch im Nachschuss geschlagen geben.

Die Konstanz fehlt

Die Partie schien gelaufen. Doch wie erwähnt, schien das nur so, denn Riehen brachte sich selber in Schwierigkeiten. Innenverteidiger Schulz wurde ungeschickt angespielt, aus seinem Klärungsversuch entstand eine «Kerze», Conserva stellte sich geschickt dazwischen und wurde runtergerissen. Wieder hiess das Verdikt Notbremse und Rot. «Es fehlt noch die Konstanz, um unsere Qualität zu wahren», ärgerte sich Amicitia-Trainer Chiarelli nach der Partie. Doch Pratteln kam erst in der 88. Minute zum Anschlusstreffer und somit endete die Partie mit einer weiteren Niederlage für das Team von Stefan Krähenbühl. «Uns fehlt ein Leader auf dem Platz, nicht nur sportlich, auch verbal.» Wie letztes Jahr braucht Pratteln wieder Anlaufzeit, um in Fahrt zu kommen. Ob es mit diesem jungen Team aber wieder in die Top fünf reicht, ist fraglich. Momentan steht Pratteln auf dem vorletzten Tabellenplatz.

«14 eigene Junioren im Team»

Bei Marco Chiarelli sieht die Lage etwas gemütlicher aus. Seine Equipe steht auf Platz vier und die Harmonie scheint zu stimmen. «Wir brauchen etwas Zeit, aber langsam stimmen die Abläufe», erklärt Chiarelli. «Einzig die individuellen Fehler müssen wir abstellen.» Besonders stolz ist der dienstälteste Zweitliga-Trainer auf die Konstellation seiner Equipe: «14 Spieler stammen aus der eigenen Jugend.» Diesen Sommer sind vier Akteure direkt von den A-Junioren gekommen. «Dieses Jahr sollte eine Platzierung in den vorderen Plätzen drin liegen, nächstes Jahr können wir dann voll angreifen.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1