Volleyball
Zwei weitere Champions-League-Teilnehmer komplettieren das Starterfeld

Mit Chemik Police (Polen) und Partizan Vizura Belgrad (Serbien) konnten zwei weitere Champions-League-Teilnehmer für das «topvolley» in Basel verpflichtet werden.

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Keystone

Die 26. Ausgabe (27. bis 29. Dezember 2014) des Basler Traditionsturniers wird mit der Verpflichtung von Chemik Police und Partizan Vizura Belgrad zur «Champions League light», starten doch alle fünf europäischen Turnierteilnehmer – Volero Zürich, Galatasaray Daikin Istanbul und der RC Cannes standen bereits seit längerem als Starter fest – im höchstdotierten Europacup-Wettbewerb. Das sechste Team, Molico/Osasco (BRA), steht dem in nichts nach: Die Brasilianerinnen haben die Südamerika-Meisterschaft, das Pendant zur CEV Champions League, bereits vier Mal für sich entschieden und werden in Basel alles daran setzen, die europäische Phalanx zu durchbrechen. Das topvolley festigt somit auch unter dem neuen Organisator Eventcourt AG seinen Ruf als am besten besetztes Einladungsturnier im Frauen-Clubvolleyball.

Chemik Police: gespickt mit klingenden Namen
Mit Chemik Police startet bereits zum sechsten Mal ein polnisches Team am topvolley. Ein Turniersieg blieb den Teilnehmern aus dem Land des zweimaligen Europameisters bislang allerdings verwehrt. Einzig Winiary Kalisz schaffte 2006 den Sprung aufs Podest in der St. Jakobshalle. Das Line-up des amtierenden polnischen Meisters und Cupsiegers Chemik Police ist gespickt mit Topspielerinnen. Ein Name überstrahlt aber alle: Malgorzate Glinka-Mogentale. Die mittlerweile 37-jährige „grande dame“ des polnischen Volleyballs verfügt über ein Palmarès, das seinesgleichen sucht: zweimal Europameisterin, zweimal Champions-League-Siegerin, Gewinnerin des CEV Top Teams Cup, Siegerin des CEV Cup, Meistertitel in verschiedensten europäischen Topligen – und den Sieg am topvolley Basel 1999 mit Vicenza (ITA). Glinka wird in der Altjahreswoche bereits zum fünften Mal in Basel aufschlagen, nachdem sie dreimal mit Vicenza sowie einmal mit dem RC Cannes am Rheinknie zu Gast war.

Nach dem Gewinn des Doubles in der vergangenen Saison will Chemik Police nun auch auf europäischer Ebene durchstarten. Der Club nimmt erstmals an der 2015 CEV DenizBank Volleyball Champions League teil und hat sich entsprechend verstärkt. Neben Glinka und diversen ehemaligen und aktuellen polnischen Nationalspielerinnen wie Captain Anna Werblinska-Baranska gehören Sanja Malagurski (SRB) und die Spitzenpasseuse Maja Ognjenovic, Captain des serbischen Nationalteams, zu den Leistungsträgerinnen im Team von Trainer Giuseppe Cuccarini (ITA).

Partizan Vizura Belgrad – die jungen Wilden
Mit Partizan Vizura Belgrad ist erst zum zweiten Mal ein serbisches Team zu Gast am topvolley. Nachdem Postar 064 Belgrad bei der Austragung 2006 nicht über den sechsten und letzten Platz hinaus kam, möchte es die Equipe von Trainer Slobodan Radivojevic in diesem Jahr besser machen. Partizan Vizura Belgrad, das wie Chemik Police in der laufenden Saison erstmals an der CEV DenizBank Volleyball Champions League teilnimmt, setzt voll auf den Faktor Jugend. Die erst 21-jährige Lilijana Rankovic ist als „Teamseniorin“ eine von nur vier Spielerinnen, die über 20 Jahre alt sind. Mit Andela Veselinovic und Teamküken Katarina Lazovic stehen sogar zwei erst 15-Jährige im Kader der Serbinnen. Der unbestrittene Star des Teams ist spätestens seit der Frauen-WM 2014 in Italien die Diagonalspielerin Tijana Boskovic. Die 17-Jährige zählt zu Europas besten Nachwuchsspielerinnen und führte Serbien – notabene als beste Scorerin ihres Teams – auf den 7. WM-Schlussrang.

Sechs WM-Medaillengewinnerinnen in Basel
Zusätzlichen Glanz erhält das Traditionsturnier durch die Präsenz zahlreicher WM-Teilnehmerinnen, darunter sechs Medaillengewinnerinnen. Mit Courtney Thompson (USA, Volero Zürich) macht sogar eine frischgebackene Weltmeisterin dem Turnier ihre Aufwartung. Im Team von Molico/Osasco stehen mit Thaisa, Gabi, Dani Lins, Adenizia und Camila Brait sogar fünf Spielerinnen, die an der WM 2014 in Italien im brasilianischen Bronzeteam standen und sich in einem allfälligen Duell gegen Weltmeisterin Thompson für die empfindliche Niederlage im WM-Halbfinal revanchieren möchten. Neben den sechs Medaillengewinnerinnen werden etliche weitere WM-Teilnehmerinnen am topvolley 2014 in Basel zu bewundern sein.

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