Fussball

Zweimal Pech in der Nachspielzeit für Black Stars und Old Boys – eine klare Sache für den FCB U21

Die Spieler des FCB U21 konnten ihre Partie von Anfang bis zum Schluss dominieren.

Während die Black Stars in der 1. Liga gegen Buochs ihre erste Saisonniederlage kassieren, verpassen die Old Boys in Langenthal einen Auswärtssieg. In der Promotion League kommt dagegen der Nachwuchs des FC Basel in Münsingen zu einem hochverdienten „Dreier“.

Im letzten Vorrundenspiel erwischte es auch den FC Black Stars. Die Basler kassierten in der laufenden 1.-Liga-Saison ihre erste Niederlage und verloren gleichzeitig die Tabellenführung an den FC Solothurn. «Im Moment ist das nicht so wichtig. Entscheidend ist, das wir am Ende einen der ersten drei Plätze (die für die Aufstiegsspiele zur Promotion League berechtigen, die Red.) belegen», lautete Samir Tabakovics Kommentar.

Genauso sachlich analysierte der Black-Stars-Trainer das 1:2 gegen den formstarken SC Buochs. «Eine Remis wäre zwar gerecht gewesen, aber der Gegner hat den Sieg nicht gestohlen. Die Buochser haben hinein die meisten zweiten Bälle gewonnen, das war der Schlüssel.» Zudem bemängelte Tabakovic das Umschaltspiel seiner Equipe. «Das war schlecht!»

Keine Lösung gegen gut organisierte Gegner

In der Tat erzielten die Nidwaldner ihre beiden Treffer nach schnellen Gegenstössen. In der 21. Minute reklamierten die Spieler nach einem Trikotzupfer von Joel Sousa an Donat Rrudhani im Strafraum vehement Penalty, während die Gäste nach dem ausgebliebenen Pfiff weiterspielten und durch Patrik Gjidoda zum 0:1 kamen.

Und nach 68 Minuten brachte ein Fehlpass das Heimteam in die Bredouille. Zwar schafften es einige Basler rechtzeitig zurück, doch obwohl der direkte Weg zum Tor blockiert war, brachte Luan Haxhimurati einen Schlenzer in den Winkel zustande.

Die Black Stars taten sich derweil äusserst schwer, spielerische Lösungen gegen die gut organisierten Zentralschweizer zu finden. Ein Angriff über die rechte Seite nach 38 Minuten war das Beste in dieser Hinsicht, doch Dino Babovic scheiterte mit der Hacke am starken Fussreflex von Goalie Aaron Hönger.

Gefährliche Schlussphase

Richtig gefährlich wurden die Basler erst in der Schlussphase – und zwar ausschliesslich nach Standards. Abwehrchef Simon Dünki hielt nach einer Freistossflanke von Valon Muslija den Fuss hin und verkürzte in der 81. Minute. Nun drückte die Tabakovic-Elf und hatte im Anschluss an zwei Corner Pech mit zwei Alu-Treffern.

Pech in der Nachspielzeit

Ebenfalls Pech in der Nachspielzeit hatte Ligakonkurrent Old Boys, der in Langenthal in der 96. Minute den 1:1-Ausgleich kassierte. «Wir haben zwei Punkte verloren. Dass der Gegner mit einem halben Torschuss ein Tor schiesst, war aber einfach nur Pech», sagte Rafet Öztürk. Der vom OB-Sportchef angesprochene halbe Torschuss kam von Nils Wernli und wurde gleich von zwei Baslern abgefälscht.

Zuvor waren die Gäste, denen nach 88 Minuten ein klarer Foulpenalty verwehrt worden war, in einem „Krampfspiel“ (Öztürk) auf unebener Unterlage die bessere Mannschaft gewesen, ohne wirklich zu glänzen. So überrascht es nicht, dass auch das Tor der Gelbschwarzen glückhaft zustande gekommen war: Im Anschluss an einen Corner von Seydou Ouedraogo flipperte der Ball Sidy Dieng vor die Füsse, sodass der Topskorer problemlos zur OB-Führung einschiessen konnte (40.).

FC Basel U21 dominiert das Spiel

Keine Faktoren waren Glück und Pech hingegen beim 3:0-Auswärtssieg des FC Basel U21 in Münsingen. Die Gäste dominierten die Promotion-League-Begegnung vom An- bis zum Schlusspfiff. «Der Siegeswille des Teams war beispielhaft und jederzeit spürbar», freute sich Arjan Peço.

Der Gästetrainer musste zunächst allerdings zusehen, wie seine Spieler zahlreiche Hochkaräter ungenutzt liessen. „Zur Halbzeit hätten wir mindestens 3:0 führen müssen“, fand Peço, der immerhin aufatmen konnte, als Dejan Zunic in der Nachspielzeit nach einem Pfostenschuss Marin Martinovics erfolgreich abstaubte.

Auch nach dem Seitenwechsel powerten die Basler Junioren weiter. Tician Tushi stellte nach 68 Minuten allein vor Goalie Patrick Karrer die Weichen endgültig auf Sieg. Und in der 91. Minute erzielte Leonardo Gubinelli nach einer Kopfballabwehr des aus dem Sechzehner geeilten Karrer mit einem Lupfer aus 25 Metern das schönste Tor des Tages.

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