Nach der guten Leistung im Heimspiel vom Ostermontag strahlte man bei Sm’Aesch Pfeffingen vor dem Spiel trotz der Niederlage Zuversicht aus: «Wir müssen jede Unkonzentriertheit des nunmehr seit 183 Spielen auf Schweizer Ebene ungeschlagenen Volero-Teams rigoros nutzen, dann können wir sie wieder in Verlegenheit bringen», sagte Noch-Head-Coach Timo Lippuner vor der Partie.

Doch die Gastgeberinnen kamen im Startsatz nie in Nöte, da die Fehlerquote bei Sm’Aesch Pfeffingen sehr zum Unmut des Trainers viel zu hoch war. Annahme sehr schwach, Service meist im Out, Block nicht vorhanden und im Angriff kamen weder Topskorerin Laura Künzler noch Youngster Maja Storck auf Touren.

So wuchs der Rückstand bis zum zweiten technischen Time-Out auf 8:16 an, denn die Favoritinnen zogen voll durch und Kenia Carcaces und Olesia Rykhliuk brachten ihre Angriffe locker im gegnerischen Feld unter. So wurde dieser erste Satz zu einem kleinen Debakel für die Baselbieterinnen welches nach nur 19 Minuten in einem 25:14-Satzgewinn für die Zürcherinnen mündete.

Nur vorübergehende Steigerung bei Sm’Aesch Pfeffingen

Zwar konnten sich das Gast-Team zu Beginn des zweiten Satzes resultatmässig steigern und lag sogar 4:2 voraus, doch die Mängel, vor allem in der Annahme und beim Service waren längst nicht behoben, sodass das Heimteam umgehend wieder mit einigen Punkten in Führung gehen konnte (12:8).

Es war dann der erste Punkt in diesem Spiel von Künzler(!) zum 13:11, der so etwas wie ein Hallowach für Sm’Aesch Pfeffingen bedeutete. Jetzt endlich fanden die Bälle von Capitaine Barbara Duarte und Monika Smitalova den Weg am gegnerischen Block vorbei und auf der Anzeigetafel leuchtete ein 16:17 zu Gunsten des Birstal-Kombinats auf. Doch just in dieser Phase glänzte auf Volero-Seite für einmal eine Schweizer Spielerin.

Die 23-jährige Laura Unternährer schoss ihre Mannschaft mit vier Punkten in Folge wieder in Front. In der spannenden Schlussphase dieses Durchgangs war es der sage und schreibe zehnte Servicefehler beim Spielstand von 23:22 welcher die Türe zur 2:0-Satzführung für das Heimteam öffnete. Die nach diesen beiden verlorenen Sätzen praktisch ohne jedes Selbstvertrauen auf dem Feld stehende Sm’Aesch-Team hatte auch im dritten Satz keine Chance und musste sich dominieren lassen. «Heute kam keine einzige Spielerin auf ihr mögliches Niveau. Alle wollten, aber keine konnte. Einzig mit der Leistung von Samira Sulser bin ich zufrieden.  Mit unseren Fehlerorgien haben wir uns letztlich selbst geschlagen», sagte Lippuner nach der klar verlorenen zweiten Finalissima.

Das dritte Spiel dieser Serie findet am nächsten Mittwoch um 19.30 Uhr wieder in der Sporthalle Im Birch in Zürich statt.       

Volero Zürich – Sm’Aesch Pfeffingen 3:0 (25:14, 25:22, 25:13)
Im Birch. – 250 Zuschauer. – SR Grellier/Zindel
Volero: Zivkovic, Popovic (Libera), Schottroff, Rykhliuk, Malkova, Carcaces, Unternährer; Rabadzhieva, Mammadova, Mariana, Lengweiler, Orlova.
Sm’Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Duarte, Smitalova, Vasileva, Storck, Künzler, Deprati (Libera); Matter, Wenger, Sulser, Lorenz (Libera).
Bemerkungen: Volero ohne Fabiola (verletzt), Akinradewo und Karadayi (überzählig), Sm’Aesch Pfeffingen ohne Ennok (verletzt).