Beide Teams spielten letzte Saison in der Abstiegsrunde und vollzogen vor der Saison einen grösseren Umbruch. Die Krienser allerdings mit dem Anspruch der Professionalisierung und dem klaren Blick nach oben. Am Ende des Spiels stand jedoch fest, dass sich beide Mannschaften durchaus weiterhin auf Augenhöhe befinden.

Der RTV startete äusserst unglücklich in die Partie und kassierte früh zwei 2-Minuten-Strafen gegen Christian Skusa (1. und 6.). Als die Luzerner mit 8:4 in Führung gingen (9.), empfand Coach Christian Meier bereits die Notwendigkeit für die erste Auszeit. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von fünf Toren (15.), kamen die Basler besser in Fahrt und hatten kurz vor der Pause sogar die Möglichkeit auf 15:13 zu verkürzen. Schlussendlich kam es durch einen technischen Fehler des RTV zum 16:12 Pausenstand.

Die 2.Halbzeit gestaltete sich ausgeglichen, trotzdem, dass Luzern kurzzeitig auf sieben Tore davonziehen konnte (41.). Der RTV kam zurück und schaffte den 26:23 Anschlusstreffer (53.). Danach war es wieder einmal der Krienser Top-Scorer Thomas Hofstetter, der die Verantwortung übernahm und sein Team schlussendlich zum 32:25 Sieg über den RTV führte. «Ab der 15. Minute hatten wir uns gut in das Spiel gekämpft. Sind dann leider dem Rückstand hinterhergehinkt» so RTV-Torhüter Andrè Willimann.

Über die gesamte Spieldauer schaffte es der RTV nicht, die schnellen Angriffe der Krienser zu unterbinden. «Wir sind eine neue Mannschaft, ein neuer Trainer, da müssen sich zuerst auch alle finden.» betonte Willimann. Im gebundenen Angriffsspiel hingegen schien bei den Luzernern einzig Hofstetter in der Lage, die Basler Abwehr zu überwinden. Der RTV selbst wusste hingegen wieder im Positionsangriff zu gefallen. Er fand, auch mit unterschiedlichen personellen Aufstellungen, immer wieder Lösungen gegen die Deckung der Krienser.

Der vor der Saison von Kriens nach Basel gewechselte Goalie Willimann blickt positiv auf die kommenden Spiele: «Wenn die Automatismen bei uns einmal besser greifen, sehe ich gute Chancen, dass wir die Krienser oder auch eine Top-5 Mannschaft schlagen können.»