Wenn sich die Zürcher Super-League-Cracks in den letzten Jahren reihenweise die Zähne am grossen FC Basel ausgebissen haben, so zeigt sich einige Ligen tiefer genau das umgekehrte Bild: Dort nämlich scheint es seit geraumer Zeit, als wären die Limmat-Teams den regionalen Vertretern immer ein Schrittlein voraus. So durfte man gespannt sein, wie sich die heimischen 2. Liga-interregional-Mannschaften in der ihnen zugeteilten Zürcher-Gruppe schlagen würden. Nach Saison-Halbzeit ziehen die Teams erstmals Bilanz.

Muttenz mit Sieg gegen Leader

Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Alle Mannschaften haben das Gefühl, mit den starken Zürchern mithalten zu können. Allen voran der FC Liestal und der SV Muttenz, die gegen diverse Spitzenteams sogar punkten konnten. Letzterer fuhr beim souveränen Tabellenführer Dietikon gar einen Dreier ein. Entsprechend zufrieden ist man im Muttenzer Lager: «Ich denke, wir haben uns nach dem Abstieg wieder gefunden und können in Ruhe den Neuaufbau vorantreiben», bilanziert ein entspannter Trainer Björn Ulli.

Zufriedenheit in Dornach

Ähnlich klingt es beim zweiten Absteiger, dem SC Dornach. Zwar habe man vor der Saison Probleme gehabt, nach dem abstiegsbedingten Aderlass überhaupt eine Mannschaft zusammenzustellen, am Ende sei man angesichts dessen aber «mit dem Punktestand sehr zufrieden», sagt Coach Marcel Hottiger, «wir stehen dort, wo wir hingehören». Etwas mehr erhofft, hat man sich hingegen bei den Kantonshauptstädtern aus Liestal, wo man die Ansprüche aufgrund schwerwiegender Absenzen bereits früh herunterschrauben musste. «In der ganzen Vorrunde entstand nicht ein einziges Mal ein Konkurrenzkampf im Training, so ist es natürlich schwierig, sich zu verbessern», sieht Trainer Vincenzo Meo das Problem. Teilweise habe er über Wochen nicht mehr als acht Spieler im Training gehabt. Eindeutig keine befriedigende Basis. Trotz einiger Schwierigkeiten schaut das Trio im Mittelfeld der Liga aber unisono positiv in die Zukunft.

Laufen und Allschwil gefordert

Nicht ganz so rosig zeigt sich das Bild bei Binningen, Allschwil und Laufen. Die Dreiergruppe hängt in der Abstiegszone fest und muss in der Winterpause über die Bücher. Während man bei Aufsteiger Binningen und Laufen vor allem nach routinierten Neuzugängen zur Stabilisierung der jungen Kader lechzt, wünscht sich Allschwil-Trainer Bamassy einen Knipser im Sturm: «Teilweise kreieren wir 15 Chancen im Spiel und machen nur ein Tor».

Fakt ist: Mindestens einer der sechs regionalen Vertreter muss wohl den Gang in die regionale Zweitliga antreten. Vor allem bei Laufen und Allschwil läuten diesbezüglich die Alarmglocken.