Eishockey
Zwischen offener Enttäuschung und völliger Zufriedenheit

Zum Abschluss der Masterround empfängt heute Zunzgen-Sissach und Basel/KLH. Bereits vor dem Derby ist klar, dass sich Basel/KLH als letztes Team für die Play-offs qualifiziert und Zunzgen-Sissach in den Play-outs antreten muss

Annemarie Keusch
Merken
Drucken
Teilen
Schon vor dem Spiel zwischen Zunzgen-Sissach (Adrian Poggio, links) und Basel/KLH (Louis Maillard, rechts) sind die Weichen gestellt.

Schon vor dem Spiel zwischen Zunzgen-Sissach (Adrian Poggio, links) und Basel/KLH (Louis Maillard, rechts) sind die Weichen gestellt.

Archiv/Zinke

Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage vor dem abschliessenden Spiel in der Masterround der 1. Liga nicht sein. Zunzgen-Sissach weist nach neun Spielen bereits sechs Niederlagen auf und befindet sich auf dem fünften und damit vorletzten Tabellenrang. Basel/KLH indes hat stattliche 34 Punkte auf dem Konto, liegt nur ein Punkt hinter Leader Brandis und steht als Playoff-Teilnehmer fest. Zunzgen-Sissach muss den Gang in die Playouts antreten. Heute (20.15) treffen die beiden Baselbieter Teams auf der offenen Eisbahn in Sissach aufeinander.

«Natürlich sind wir enttäuscht», findet Ruedi Müller, Sportchef von Zunzgen-Sissach, klare Worte. Von Anfang an war die Situation für Zunzgen-Sissach eher schwierig. Nachdem die heimische Kunsteisbahn in Sissach wegen Einsturzgefahr des Daches nicht benutzt werden konnte, erschwerte dies für das 1. Liga Team nicht nur den Spiel-, sondern auch den Trainingsbetrieb. «Zusätzlich schlug die Situation auf das Gemüt der Spieler», ist für Müller klar. Doch nichtsdestotrotz hätte er sich von seiner Mannschaft in der Masterround mehr erhofft, insbesondere vom Trainerwechsel Anfang Jahr. «Mit der Beförderung von Roland Küng vom Assistenz- zum Cheftrainer hofften wir auf einen Umschwung im Team», erzählt Müller.

Dieser blieb leider aus, aber trotzdem kann Müller dem Trainerwechsel etwas Positives abgewinnen: «Das Team ist näher zusammengerückt.» Auf die Erfolgsstrasse kamen die Baselbieter aber nicht zurück und müssen nun den Gang in die Playouts antreten. «Dieses Jahr steigt kein Team aus der 1. Liga ab. Das nimmt jegliche Spannung aus den kommenden Spielen», beklagt Müller. Dennoch traut er seinem Team eine Leistungssteigerung zu und hofft auf die Unterstützung der Fans. «Das hat die Mannschaft mit allen Schwierigkeiten nach dieser Saison auch verdient», ist er sich sicher.

Ganz anders ist die Gefühlslage beim heutigen Gegner von Basel/KLH. Trainer Nik Schär ist mit der Leistung seines Teams in der Masterround rundum zufrieden. «Wir haben die Qualifikation für die Masterround der besten sechs Mannschaften um einen Punkt verpasst. Klar war im ersten Moment die Enttäuschung riesig. Doch mein Team hat sich wieder gefangen und Moral gezeigt», erzählt er. Tatsächlich kämpfte seine Mannschaft sehr engagiert. Auch nach zwei Niederlagen in Serie gegen Thun und Brandis liess man sich nicht aus dem Konzept bringen und glaubte an den Erfolg. «Ein Highlight der Masterround-Spiele gibt es nicht. Das Team war im Kollektiv stark», freut sich Schär. Besonders im Sturm überzeugten die Basler. Mit Cyrill Vögelin und Remo Hunziker spielen die besten zwei Skorer der Masterround in Schärs Team. «Das ist erfreulich, aber auch die Verteidigung spielte sattelfest», stellt Schär klar.

Für Basel/KLH ist es die erste Play-off-Teilnahme überhaupt. Der Gegner wird aller Voraussicht nach Zuchwil heissen. «Obwohl wir die Aussenseiter sind, geben wir unser Bestes und wollen möglichst weit kommen», gibt sich Schär kämpferisch.