Volleyball
Zwischen Weihnachten und Neujahr wird Basel zum Volleyball-Mekka

Bereits zum 24. Mal treffen sich die weltweit besten Volleyballteams zum Women’s Top Volley International in Basel. Als Schweizer Vertreter wird Volero Zürich ins Turnier starten.

Paul Ulli
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Am Women’s Top Volley International in Basel sind Weltklasseteams wie Cannes (weisse Shirts) vertreten.

Am Women’s Top Volley International in Basel sind Weltklasseteams wie Cannes (weisse Shirts) vertreten.

Am Donnerstag, 27. Dezember 2012, um 14.30 Uhr ist es wieder so weit. Dann nämlich fliegt der erste Ball des Women’s Top Volley International in der Basler St. Jakobshalle übers Netz. In Abwesenheit des Titelverteidigers von Rabita Baku aus Aserbeidschan kämpfen sechs Teams um den Sieg im wohl bedeutendsten Volleyball-Einladungsturnier mit fünf Champions-League-Teilnehmern und dem Weltklasseteam von SESI São Paulo aus Brasilien. Ein klarer Favorit ist in dem starken Teilnehmerfeld nicht auszumachen, da sämtliche Mannschaften mit ihren stärksten Volleyballerinnen nach Basel reisen werden.

SESI Sao Paulo (BRA) Der erst im Jahr 2010 gegründete Verein beendete seine erste Saison auf Anhieb auf dem dritten Platz der starken brasilianischen Superliga. Gleich drei aktuelle Olympiasiegerinnen stehen im Team der Südamerikanerinnen. Capitaine bei der in London 2012 siegreichen Nationalmannschaft ist die 34-jährige und 194 cm grosse Fabiana Marcelino Claudio. Sie gewann nach Peking 2008 bereits ihre zweite olympische Goldmedaille.

Racing Club de Cannes (FR) Ein Turnier ohne die erklärten Publikumslieblinge und den 17-fachen französischen Meister von der Côte d’Azur ist nicht vorstellbar. Mit Trainer Yan Fang, welcher bereits seine 23 (!) Saison mit den Französinnen absolviert und seinem verlängerten Arm auf dem Spielfeld, Victoria Ravva (37), wollen die Zweitplatzierten des letztjährigen Top Volleys auch in diesem Jahr um den Siegerpokal mitspielen. Dies insbesondere auch deshalb, weil seit Saisonbeginn mit der 220-fachen italienischen Nationalspielerin Nadia Centoni eine weitere hochkarätige Volleyballerin im Team steht.

Bank BPS Fakro Muszyna (PL) Die aufstrebende Mannschaft aus der Kleinstadt Muszyna (5000 Einwohner) hat sich nach dem vierten Meistertitel seit dem Jahr 2006 nochmals mit sechs Neuzugängen verstärkt. In der Schweiz nicht unbekannt ist die belgische Angreiferin Helene Rous-
seaux, die von 2009 bis 2011 erfolgreich bei Volero Zürich spielte.

Volero Zürich (CH) Mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren ist das Team des slowenischen Trainers Dragutin Baltic das mit Abstand jüngste am Basler Turnier. Auf nationaler Ebene ist das Zürcher Kombinat mit seiner Teamleaderin Nancy Castillo de la Paz eine Macht. In der starken Champions-League-Gruppe mit Vakifbank Istanbul, Cannes und Urolocha Ekaterinenburg reichte es allerdings nicht zur Qualifikation für die Playoffs.

Galatasaray Istanbul (TRK) Die 13-Millionen-Stadt am Bosporus ist klar die aktuelle Hochburg des europäischen Frauen-Volleyballs und hat in der Champions League 2012/13 trotz dem gesperrten Titelverteidiger Fenerbahce mit Vakifbank, Eczacibasi und der am Basler Turnier für eine Finalteilnahme durchaus fähigen Mannschaft um die Angreiferinnen Rosir Calderon Diaz und Neriman Oezsoy gleich drei heisse Eisen in den Playoffs.

Dinamo Romprest Bukarest (RUM) Klare Aussenseiter im diesjährigen Top Volley sind die Rumäninnen. Zwar stellen die Osteuropäerinnen fünf Spielerinnen mit den Gardemassen zwischen 190 und 194 cm, doch mit Ana-Maria Stefan und Ioana Maria Baciu stehen im Vergleich zu den anderen Teams «nur» gerade mal zwei Nationalspielerinnen im Kader des polysportiven Vereins aus der 2-Millionen-Stadt.