Basketball
US-Duo führt die Starwings im Wallis zum Sieg

In der 8. Meisterschaftsrunde der Nationalliga A gelang den Birsfelder Basketballern der erste Auswärtserfolg. Der Sieg beim Tabellenletzten ist bei weitem keine Selbst­verständlichkeit.

Jordi Küng
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Devin Cooper (hier gegen Neuchâtel) traf unter anderem 10 von 10 Mal von der Freiwurflinie.

Devin Cooper (hier gegen Neuchâtel) traf unter anderem 10 von 10 Mal von der Freiwurflinie.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Was auf dem Papier als «logisch» erscheint, ist es mitnichten. Denn Monthey hat mit Dikembe Dixson (25, 201 cm) in der letzten Woche sein Kader nochmals aufgerüstet. Und mit Clayton Le Sann (25, 193 cm) konnten die Walliser einen Akteur verpflichten, der im erwei­terten Kader der Schweizer Nationalmannschaft steht und zuletzt in Spanien, in der EBA-Liga ordentlich gut gespielt hatte.

Cooper als «Punktemaschine»

Von Beginn an konnten sich die Gäste aus Birsfelden auf zwei Akteure verlassen, wel­che eine überragende Partie spielen sollten. Devin Cooper skorte in regelmässiger Folge und Thomas Rutherford punktete unter den Körben und holte sich manchen Offensivre­bound, was den Starwings eine zweite Angriffschance gab. Monthey hingegen kam in 40 Minuten nur zu drei Offensivrebounds, obwohl die Walliser ihren Antipoden an Grösse überlegen waren.

Nach 26 Minuten stand es 53:68 – innert 100 Sekunden hatten Cooper zweimal und Ko­stic mit drei Dreiern für diesen Vorsprung gesorgt. Aber damit war die Partie noch nicht «gegessen», denn nur gerade Captain Branislav Kostic, mit wichtigen Dreiern in den wich­tigsten Momenten, war dem US-Duo Cooper/Rutherford eine Stütze. Sébastien Davet, Chris Johnson und vor allem Dylan Schommer waren diesmal nicht in der Lage, aus dem Trio ein würdiges Quintett zu machen.

Unnötiges Zittern

So stand es nach 33 Minuten 64:68 – und das Momentum drohte auf Seite der Walliser zu kippen, die mit aller Vehemenz den ersten Saisonsieg anstrebten. Angeführt von Jacori Payne, welcher in der Saison 2019/20 bei den Starwings der Alleinunterhalter gewesen war und Ligatopskorer wurde. Es war Rutherford, der beim knappen Stand mit Offense-Rebounds zwei Fehlwürfe seiner Teamkollegen «ausbügelte» und zuletzt mit Korbleger, plus Zusatzfreiwurf, abschloss. Und weil Monthey, trotz unzähliger Angriffe, im letzten Viertel nur zehn Pünktlein erzielte, kann der Gastgeber keinen Anspruch stellen, dass der Erfolg der Unterbaselbieter nicht verdient war.

Schade um die Endphase, als die Gäste sieben von acht Freiwürfen verwarfen (Johnson, Vranic, Kostic), denn mit einer besseren Quote hätte man den Sieg vorher gesichert und der Erfolg wäre mit einem klareren Skore möglich gewesen. Grandios von der Freiwurflinie war Cooper – zehn von zehn ergeben die perfekte Quote von 100 Prozent.

Das Telegramm

BBC Monthey – Starwings 72:81 (40:49)

Réposieux. – 400 Zuschauer. – SR: Michaelides/Balletta/Demierre.

Monthey: Payne (14), Salman (12), Kessler (7), Lakoju (10), Hayes (11); Le Sann (9), Dixson (9), Fritschi; George, Rentsch, Tutonda.

Starwings: Cooper (37), Kostic (10), Johnson (3), Vranic (6), Rutherford (23); Davet (2), Weibel, Schommer; Fasnacht, Pausa, Schneider.

Bemerkungen: Monthey komplett (setzt den ex-Starwings-Akteur Tutonda nicht ein/angeschlagen). – Starwings ohne Babic . – Viertelsresultate: 21:24, 19:25 (40:49); 22:19 (62:68) und 10:13 (72:81). – Fouls: Monthey 19, Starwings 11. – Zu den besten Spielern wurden Thomas Salman (CH) und Thomas Rutherford (USA) gewählt.

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