Beachvolleyball
Eine Premiere und das Duell zweier Freunde: Die Finals der Coop Beachtour hatten einiges zu bieten

Nach einem Jahr Pause wegen der Pandemie kehrt die Coop Beachtour zurück auf den Barfi. Am Ende stehen insgesamt sogar drei Baslerinnen und Basler bei ihrem Heimspiel auf dem Podest. Zwischen Florian Breer und seinem alten Partner Yves Haussener kam es sogar zu einem Wiedersehen in Basel, aber unter anderen Vorzeichen.

Esteban Waid
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Schon in Kloten waren Florian Breer und Marco Krattiger erfolgreich. Jetzt haben sie auch die Station in Basel gewonnen.

Schon in Kloten waren Florian Breer und Marco Krattiger erfolgreich. Jetzt haben sie auch die Station in Basel gewonnen.

Esteban Waid

Die Sonne scheint nach langen regnerischen Wochen auch endlich wieder auf dem Barfüsserplatz. Und mit der Coop Beachtour kommt auch das passende Strandgefühl in die Innenstadt.

«Die Menschen haben grosses Interesse gezeigt, dass endlich wieder etwas läuft und dass Beachvolleyball gespielt wird»,

sagt Anjo Urner, Projektleiter vom Organisator Tit-Pit. Das Interesse war sogar so gross, dass nicht alle Platz hatten, die rein wollten. Die Stimmung trübte das aber nicht, schliesslich war der Eintritt für alle frei.

Am Dienstagmorgen startet dann auch endlich das Highlight von vier Tagen Beachvolleyball – der Finaltag. Von den 14 regionalen Athletinnen und Athleten, die bei dem Turnier an den Start gingen, schafften es vier bis in die Halbfinals: Florian Breer und Yves Haussener bei den Männern, Anna Lutz und Fabienne Geiger bei den Frauen. Um zehn Uhr am Dienstagmorgen muss sich dann zuerst Breer mit seinem Partner Marco Krattiger beweisen.

Die Stimmung und das Wetter haben gepasst

Trotz der frühen Uhrzeit sind die Ränge bereits gut gefüllt und auch online schauen über 2000 Menschen zu, später werden es über 5000. Nur die beiden Favoriten sind nicht ganz wach und tun sich schwer gegen das Duo Leo Dillier und Simon Hagenbuch. Erst im dritten Satz kann sich der Basler Breer mit seinem Partner durchsetzen und zieht damit in das Endspiel ein.

Nicht ganz so schwer tut sich der andere verbleibende Basler Haussener. Zusammen mit Quentin Métral schlägt er das neuseeländische Brüderpaar Sam und Ben O’Dea, was bedeutet, dass es zum Basler Traumfinal kommt. Nicht nur, weil Breer und Haussener beide Basler sind, sondern auch, weil die beiden Freunde sind und selbst jahrelang Partner waren. Ihr letzter grosser Erfolg war der Gewinn der letzten Beachtour in Basel 2019. Nun stehen sie wieder im Final, nur eben nicht auf der gleichen Seite.

«In Basel zu spielen, ist für uns immer cool, weil viele Leute zuschauen, die wir kennen. Nur heute war die Stimmung anders, weil wir gegeneinander gespielt haben»,

sagt Breer. Am Ende kann aber eben nur ein Team gewinnen. Und das ist nach zwei spannenden Sätzen mit vielen Emotionen das Duo Krattiger und Breer. Zwei Mal muss der Schiedsrichter eine Verwarnung gegen Krattiger und Métral aussprechen.

Die Stimmung ist trotz der Rivalität freundschaftlich

Weniger emotional, dafür sportlich hoch spannend zeigen sich dafür die Frauen. Dort hat es für das abschliessende Spiel der Beachtour Anna Lutz ins Endspiel geschafft. Zusammen mit Partnerin Esmée Böbner schlug sie die andere übergebliebene Baslerin Fabienne Geiger und Muriel Grässli.

Die Resultate bei den Frauen

Runde 1: Lutz/Bübner (SUI) – Bossart/Stolz (SUI) 2:0 (21:12, 21:13). Caluori/Körtzinger SUI – Moser/Rohrer (SUI) 2:0 (21:14, 21:18). Stähli/Betschart (SUI) – Lutz/Kressler (SUI) 2:1 (21:13, 19:21, 15:9), Grässli/Geiger (SUI) – Nussbaumer/Giroud (SUI) 2:1 (21:15, 16:21, 15:4).

Runde 2: Lutz/Böbner (SUI) – Caluori/Körtzinger (SUI) 2:0 (22:20, 21:12). Stähli/Betschart (SUI) – Graessli/Geiger (SUI) 2:0 (21:17, 21:13).

Verlierer auf Platz 7: Bossart/Stolz (SUI) – Moser/Rohrer (SUI) 0:2 (12:21, 12:21). Lutz/Kressler (SUI) – Nussbaumer/Giroud (SUI) 2:1 (13:21, 21:17, 12:15).

Verlierer auf Platz 5: Moser/Rohrer (SUI) – Grässli/Geiger (SUI) 1:2 (17:21, 21:17, 12:15). Lutz/Kressler (SUI) – Caluori/Körtzinger (SUI) 0:2 (14:21, 9:21).

Halbfinals: Lutz/Böbner (SUI) – Grässli/Geiger (SUI) 2:1 (17:21, 21:13, 15:13). Stähli/Betschart (SUI) – Caluori/Körtzinger (SUI) 2:0 (21:14, 21:12).

Spiel um Platz 3: Grässli/Geiger (SUI) – Caluori/Körtzinger (SUI) 0:2 (13:21, 23:25).

Final: Lutz/Böbner (SUI) – Stähli/Betschart (SUI) 2:1 (17:21, 21:12, 15:11).

Passend für das finale Spiel braucht es dann auch die vollen drei Sätze, bis sich Lutz und Böbner gegen das Gespann Annik Stähli und Mara Betschart durchsetzen können. Angefeuert von den Basler Fans zeigt Lutz eine starke Vorstellung.

Am Ende landet zum zweiten Mal an diesem Abend der erste Preis in Basler Händen, für Lutz eine Premiere. «Ich habe zum ersten Mal hier einen Podestplatz geholt und jetzt auch den ersten Turniersieg, das ist einfach nur geil», sagt eine sichtlich glückliche Gewinnerin.

Und kurz nach der Siegerehrung ist dann auch jede Rivalität wieder vergessen, der Sekt wird verspritzt, die Familien und Freunde der Athleten sammeln sich am Spielfeldrand und neben der Sonne strahlen auch die Gesichter der glücklichen Sportler.

Resultate der Männer

Runde 1: Breer/Krattiger (SUI) – Dillier/Hagenbuch (SUI) 2:1 (21:17, 14:21, 16:14). Kissling, J./Zandbergen (SUI) – Beeler/Stiel (SUI) verletzt Team A. O’Dea, S./O’Dea B. (NZL) – Zürcher/Jordan (SUI) 0:2 (13:21, 14:21), Métral/Haussener (SUI) – Broch/Gysin (SUI) 2:0 (21:14, 21:12).

Runde 2: Breer/Krattiger (SUI) – Beeler/Stiel (SUI) 2:1 (21:13, 19:21, 15:10). Zürcher/Jordan (SUI) – Métral/Haussener (SUI) 1:2 (21:17, 14:21, 13:15).

Verlierer auf Platz 7: Dillier/Hagenbuch (SUI) – Kissling, J./Zandbergen (SUI) forfait Team B. O’Dea, S./O’Dea B. (NZL) – Broch/Gysin (SUI) 2:1 (21:12, 15:21, 15:12).

Verlierer auf Platz 5: Dillier/Hagenbuch (SUI) – Zürcher/Jordan (SUI) 2:0 (23:21, 21:11). O’Dea, S./O’Dea B. (NZL) – Beeler/Stiel (SUI) 2:1 (21:14, 19:21, 15:8)

Halbfinals: Breer/Krattiger (SUI) – Dillier/Hagenbuch (SUI) 2:1 (17:21, 21:18, 15:5). Métral/Haussener (SUI) – O’Dea, S./O’Dea B. (NZL) 2:0 (21:13, 21:14).

Spiel um Platz 3: Dillier/Hagenbuch (SUI) – O’Dea, S./O’Dea B. (NZL) 0:2 (18:21, 16: 21).

Final: Breer/Krattiger (SUI) – Métral/Haussener (SUI) 2:0 (21:17, 21:19).