Ski alpin

Beat Feuz auf der Überholspur: Bis er keine Lust mehr hat

Beat Feuz in voller Fahrt.

Nach dem Gewinn seiner zweiten Abfahrtskugel kann man Beat Feuz endgültig zu den grössten schweizerischen Skilegenden zählen. Seine Konstanz und sein Talent, auf jeder Piste schnell zu sein, werden ihn weit bringen.

Beat Feuz ist endgültig angekommen im Kreis der besten Abfahrer der Geschichte. Zweifel, dass er dazu gehört, gibt es zwar schon lange nicht mehr. Doch mit dem Gewinn seiner zweiten Abfahrtskugel hat er auch auf dem Papier zu den Skilegenden Bernhard Russi, Roland Collombin, Peter Müller und Pirmin Zurbriggen aufgeschlossen.

Sie alle waren insgesamt zweimal bester Abfahrer eines Winters. Nur Franz Heinzer (dreimal) und Didier Cuche (viermal) liegen noch vor Feuz. Wenn man bedenkt, dass Didier Cuche bei seinem ersten Sieg im Abfahrtsweltcup 32 Jahre alt war und Beat Feuz im gleichen Alter nun bereits bei zwei Siegen steht – dann ...

Die Frage nach dem besten Schweizer Abfahrer der Geschichte lässt sich kaum beantworten. Zu unterschiedlich sind die Zeiten, in denen die Sportler aktiv waren. Und doch lässt sich sagen: Feuz ist im idealen Alter für einen Abfahrer. Er hat noch mindestens vier gute Jahre vor sich. Wenn er gesund bleibt und Lust hat, weiter zu fahren, dann kann er Cuches Bestmarke dereinst schlagen.

Konstanz als Geheimwaffe

Feuz ist ein Athlet, der auf jeder Piste schnell sein kann. Das ist in einer Saisonwertung der entscheidende Vorteil. Dominik Paris hat in diesem Winter vier Abfahrten gewonnen (Feuz nur eine), doch er war auch dreimal ausserhalb der Top Ten klassiert. Feuz stand nur zweimal nicht auf dem Podest und war nie schlechter als Sechster. Darum gewann er die Gesamtwertung. Und diese Konstanz wird ihn weiter tragen.

Seit vergangenem Sommer ist Feuz Vater. Gebremst hat ihn das nicht. Und doch haben sich die Prioritäten verändert. Ein Rücktritt ist zwar noch kein Thema. Aber das kann sich schnell ändern. Für Swiss Ski wäre das ein herber Verlust.

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