Richtig: man fragt einen Teamkollegen, ob er den Chauffeurdienst von Zürich nach Fribourg übernehmen könnte. Gesagt, getan: Chris Baltisberger nahm das Angebot dankend an und chauffierte den talentierten Jungspund an den Röstigraben – und kam so in den Genuss, selber mal an der grossen Award-Show dabei sein zu dürfen. Via sportlicher Leistung muss er sich erst noch qualifizieren.

Auch der Schweizerische Fussballverband war in den Personen von Präsident Peter Gilliéron und Liga-CEO Claudius Schäfer in Fribourg dabei. Ob sich die Beiden bei der Konkurrenz abgeschaut haben, wie man einen solchen Event im eleganten Rahmen veranstaltet? Die nächsten Fussball-Awards werden es weisen…

Der Präsident des internationalen Eishockeyverbands (IIHF), René Fasel, liess es sich nicht nehmen, der Veranstaltung vor seiner Haustüre beizuwohnen. Der Freiburger, der seit über 20 Jahren an der Spitze der IIHF steht, gab im Interview seinem Bedauern Ausdruck, dass es ihm nicht zu einer Eishockeykarriere gereicht hat: „Ich war ganz einfach zu wenig talentiert“, meinte er achselzuckend. Immerhin wurde er danach Schiedsrichter. Und ist jetzt seit einer gefühlten Ewigkeit der mächtigste Eishockeymann ausserhalb der NHL.

Eishockey ist immer noch eine Männerdomäne. Aber immerhin kamen auch die Frauen im Rahmen der Award-Show zu einem kleinen Intermezzo: Julia Marty, die langjährige Kapitänin der Schweizer Frauen-Nati, die im Sommer zurückgetreten ist, wurde mit dem „Woman of the year“-Award ausgezeichnet. Eine schöne Geste für die Aargauerin. 

Es kommt nicht allzu oft vor, dass der „Special Award“ für besondere Verdienste um das Schweizer Eishockey vergeben wird. Gestern war es wieder so weit. Mit Reto von Arx wurde eine der prägnantesten Figuren unserer Eishockeyszene der vergangenen 20 Jahre für sein Lebenswerk geehrt. Eigentlich ein sehr festlicher Moment. Dumm nur, dass sein vorgesehener Laudator Beat Equilino in dem Moment, als er auf die Bühne treten sollte, nicht auffindbar war. Der ehemalige HCD-Captain, der inzwischen als Pressechef im Sold der Kloten Flyers steht, war im dümmsten Moment auf die Toilette ausgetreten. Er kam dann mit ein paar Minuten Verzögerung doch noch und erzählte in paar Anekdoten aus gemeinsamen Davoser Zeiten.