Saisonvorschau

Bricht wieder das totale Chaos aus oder gelingt der Aufstieg zur Spitzentruppe?

Können die Fribourger ihre Emotionen dieses Jahr unter Kontrolle halten?

Können die Fribourger ihre Emotionen dieses Jahr unter Kontrolle halten?

Teil 8 von 12 der NLA-Saisonvorschau widmet sich dem HC Fribourg-Gottéron. Gelingt es den Fribourgern, ihre Emotionen zu kontrollieren und in die Spitzengruppe aufzusteigen oder bricht wieder das totale Chaos aus?

Der neue Hoffnungsträger: Barry Brust (34). Weil Reto Berra die NHL-Ausstiegsklausel im letzten Moment genutzt hat und Benjamin Conz nicht mehr erwünscht war, steht nun Barry Brust im Tor. Der wilde, wehrhafte Kanadier (188 cm/103 kg) hat alles, um ein Publikumsliebling zu werden. Letzte Saison verbüsste er in der KHL bei Slovan Bratislava mehr als 100 Strafminuten.

Das alte Sorgenkind: Die Emotionen. Gottéron ist seit Jahren die unberechenbarste Mannschaft der Liga. Die Frage ist stets die gleiche: gelingt es, die Emotionen zu kontrollieren und in die Spitzengruppe aufzusteigen oder bricht auf allen Ebenen das Chaos aus wie letzte Saison?

Der Schlüsselspieler: Julien Sprunger (31). Der charismatische Leitwolf hätte in unserem Hockey Superstar-Status, wenn er in einem grossen Deutschschweizer Hockeyklub die gleiche dominierende Rolle spielen würde wie bei Gottéron. In den letzten zehn Jahren hat er nur einmal nicht mehr als 40 Punkte gebucht – weil er verletzt war. Und er spielt verlässlich in schwierigen Situationen sein bestes Hockey, und er hat grossen Anteil daran, dass Gottéron letzte Saison wenigstens die Schmach der Liga-Qualifikation erspart geblieben ist.

Fribourg-Schlüsselspieler Julien Sprunger

Fribourg-Schlüsselspieler Julien Sprunger

Der Trainer: Mark French (46). Der neue Mann an der Bande hat sich bereits eine solide Reputation als Feuerkopf erarbeitet. Es gibt auf Youtube wunderbare Videos, die ihn tobend zeigen. So zornig waren bei uns an der Bande in den letzten Jahren nur Doug Shedden und Chris McSorley. Der Kanadier French gilt als moderner Bandengeneral und besitzt einen Uni-Abschluss in Psychologie. Wir dürfen also erwarten, dass er mit Verstand toben wird. Er kann auf volle Unterstützung durch Sportchef Christian Dubé zählen – scheitert nämlich der Trainer, dann muss auch der Sportchef sein Büro räumen.

Der neue Cheftrainer Mark French

Der neue Cheftrainer Mark French

Fazit: Gottéron ist immer dann am besten, wenn der «heilige Zorn» brennt. Wenn Barry Brust und Mark French diesen heiligen Zorn nicht zu entfachen vermögen, dann kann es wohl nicht einmal der Leibhaftige aus dem Galterntal. Es ist angerichtet für eine höchst unterhaltsame Saison, in der nichts ausgeschlossen werden kann. Weder der nächste Final nach 2013 noch die erneute Schmach der Playouts.

Der neue Rückhalt der Fribourger: Barry Brust

Der neue Rückhalt der Fribourger: Barry Brust

«Nordwestschweiz»-Tipp: 

 9. Platz nach der Qualifikation

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