Serie A

Das sind die Aussichten der Schweizer in der Serie A

Wohin fliegen Juventus und Ronaldo? (Bild: key).

Wohin fliegen Juventus und Ronaldo? (Bild: key).

Als letzte der grossen europäischen Ligen nimmt nun auch die italienische Serie A den Betrieb auf. Eine Attraktion ist zurück - und somit auch die drei Schweizer, die in der italienischen Liga ihr Geld verdienen.

Die Serie A war in aller Munde, als Juventus im letzten Sommer Cristiano Ronaldo nach Turin lockte. Zwar stieg beim Serienmeister der Verkauf von Fanprodukten um 80 Prozent auf 27 Millionen Euro, sportlich dagegen erfüllten sich die Erwartungen nicht. Das Ziel, nach 23 Jahren endlich wieder einmal die Champions League zu gewinnen, wurde trotz guter Leistungen Ronaldos nicht erreicht.

Jetzt wollen die Turiner mit einem neuen Trainer, Maurizio Sarri für Massimiliano Allegri, den Bock umstossen und den Henkelpott ins Piemont holen. Dazu haben sie 188 Millionen Euro in neue Spieler wie Matthijs de Ligt (Ajax) und Danilo (Manchester City) gesteckt.

Die grosse Waffe von Juve ist aber das neue Stadion. Dank diesem konnten die Einnahmen verfünffacht werden. Die anderen grossen Vereine in Mailand, Genua, Rom, Neapel und Florenz haben zwar schmucke Projekte, spielen zum Teil aber in eigentlichen Bruchbuden. Darüber wird sich Franck Ribéry, die prominente Neuerwerbung der Fiorentina, zwar nicht freuen, doch dank dem fürstlichen Salär von vier Millionen Euro hinwegsehen.

Aber auch mit ihm werden die Violetten nicht vorne mitspielen. Neben Napoli wird dies jedoch von Inter mit dem neuen Trainer Antonio Conte erwartet. Für 155 Millionen Euro wurden Cracks wie Romelu Lukaku (ManUnited), Valentino Lazaro (Hertha) und Matteo Politano (Sassuolo) geholt.

Und nicht zu vergessen: Die Serie A hat eine ganz spezielle Attraktion zurückerhalten. Nach den Stationen Inter, Manchester City, AC Milan, Liverpool, Nizza und Marseille hat sich der 29-jährige Paradiesvogel Mario Balotelli Aufsteiger Brescia angeschlossen. Mit der einen oder anderen skurrilen Geschichte wird gerechnet.

Ricardo Rodriguez, AC Milan (Bild: key).

Ricardo Rodriguez, AC Milan (Bild: key).

Ricardo Rodriguez, 26, AC Milan

2017 hat der linke Aussenverteidiger Ricardo Rodriguez den VfL Wolfsburg für eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro verlassen, um mit der AC Milan grosse Ziele anzupeilen. Der 65-fache Schweizer Internationale wurde zwar unbestrittener Stammspieler, doch vom Fleck kamen die Rossoneri nicht. Als ob sie sich für Rodriguez’ möglichen Abgang rüsten wollten, verpflichteten sie für 20 Millionen Euro von Real Madrid den 21-jährigen Franzosen Theo Hernández. Schalke bekundete Interesse am Zürcher, kann den Transfer aber finanziell nicht stemmen.

Remo Freuler (oben), Atalanta Bergamo (Bild: key).

Remo Freuler (oben), Atalanta Bergamo (Bild: key).

Remo Freuler, 27, Atalanta Bergamo

Anfang 2016 von Luzern zu Atalanta Bergamo transferiert, hat sich der Schweizer in der Serie A prächtig weiter entwickelt. Sein Marktwert stieg rasant auf 20 Millionen Euro und immer wieder war zu vernehmen, der 27-Jährige stehe auf den Wunschzetteln diverser Grossklubs. Der 18-malige Nationalspieler aber ist unter Trainer Gian Piero Gasperini im zentralen Mittelfeld als Schaltstation unverzichtbar. Nach dem dritten Rang 2018/19 ist Atalanta erstmals für die Champions League qualifiziert. Sicher mit ein Grund für Freuler, Bergamo treu zu bleiben.

Blerim Dzemaili, FC Bologna (Bild: key).

Blerim Dzemaili, FC Bologna (Bild: key).

Blerim Dzemaili, 33, FC Bologna

Von den drei Schweizern die meisten Serie-A-Spiele auf dem Buckel hat Blerim Dzemaili. Bologna ist nach Torino, Parma, Napoli und dem FC Genua bereits die fünfte Station in Italiens höchster Liga. 266 Mal ist der 69-fache Internationale in dieser schon aufgelaufen. Dank seiner Erfahrung und den Leaderqualitäten wurde ihm die Rolle des Captains anvertraut. Trainer Sinisa Mihajlovic setzt im zentralen Mittelfeld auf den Kämpfer. Ist er fit, dann spielt er auch. Zumal die internationalen Termine seit dem Ausscheiden aus der Nati nach der WM 2018 wegfallen.

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Autor

Markus Brütsch

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