Nachgefragt
Fabian Frei nach der Gala gegen Genf: «Das verlange ich von meiner Mannschaft und mir»

Fabian Frei spricht nach dem 5:0 über das neue Sieges-Rezept und wieso er dieses Resultat im Verlaufe des Spiels gefordert hat.

Aufgezeichnet: Céline Feller
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Fabian Frei jubelt über sein frühes Tor zum 1:0.

Fabian Frei jubelt über sein frühes Tor zum 1:0.

Keystone

Was hat den Ausschlag für diesen super Start ins Spiel des FC Basel gegeben?

Fabian Frei: Wenn es so einfach wäre, dass es ein Mittel dafür gäbe, dann würden wir das jedes Mal einsetzen. Der frühe Penalty und das daraus resultierende Tor haben sicher geholfen. Dazu waren wir über-parat und der Gegner vielleicht noch etwas müde vom Cup-Spiel am Mittwoch. Es sind viele Faktoren.

Es scheint jedenfalls, als spielte der FCB befreit auf.

Das ist schön, wenn es so scheint. Es ist aber nicht so, dass jetzt alles einfach ist. Es funktioniert einiges – was schön ist. Es läuft vieles besser als noch vor zwei, drei Wochen. Aber einfach nur spielen geht dann schon auch nicht, da gehört noch mehr dazu.

Was macht Patrick Rahmen denn anders als Ciriaco Sforza?

Da haben wir vergangenen Samstag ja schon darüber geredet. Er hat zwei, drei Dinge – grundlegende Dinge – geändert, auf die er Wert legt. Die Mannschaft hat das sehr gut aufgenommen und versucht, das sehr gut umzusetzen. Jetzt sind diese Woche noch einmal zwei, drei neue Dinge dazu gekommen.

Was sind denn das für grundlegende Dinge, die er angepasst hat? Können Sie konkreter werden?

Nein, das geht euch nichts an (lacht). Es geht um taktische und mentale Dinge. Und was zählt, ist, dass es fruchtet.

Wenn es etwas auszusetzen gäbe an diesem Spiel, wäre es die Chancenauswertung.

Das ist so. Aber seid mir nicht böse, wenn ich nach so einer Saison und nach einem 5:0-Sieg gegen den Tabellenzweiten jetzt nicht noch Fehler suchen gehe. Wir nehmen aber sicher das Selbstvertrauen, das aus diesem Spiel resultiert, mit.

Fast wichtiger als der Sieg ist die Art und Weise, wie er zustande gekommen ist. Und, dass man wieder einmal zu Null spielen konnte.

Ja, aber wenn du 3:0 führst und der Gegner dann noch eine rote Karte bekommt, dann verlange ich von meiner Mannschaft und mir, dass wir das zu Null zu Ende spielen können. Das freut unseren Goalie besonders und das mag ich ihm auch von Herzen gönnen. Aber wir sind nicht die erste Mannschaft, die das hinbekommen hat. Darum müssen wir jetzt auch nicht gleich die Champagner-Flasche öffnen.

Sie sagen es: Für Sie gab es vor dem Spiel Geschenke. Was freut Sie mehr: Jubiläums-Shirt und Champagner oder das Tor?

Im Moment freue ich mich über das Tor noch ein bisschen mehr. Aber nach meiner Karriere werde ich mich über dieses Shirt sehr, sehr lange freuen.