Unihockey

«Der Sieg ist eine Erlösung»: Das Schweizer Unihockey-Nationalteam kann an der U19-WM den ersten Sieg feiern

Der Captain der U19, Moritz Mock (l.). Hier in Aktion beim Unihockey-Cupfinalspiel zwischen Tigers Langnau und GC 2019 in Bern.

An der WM in Halifax kann die Schweizer U19 das Spiel gegen Lettland mit 6:5 für sich entscheiden. In der bis zu der letzten Minute engen Partie machen die Schweizer lange nichts Zählbares aus ihren Möglichkeiten, können am Schluss aber doch jubeln und einen wichtigen Schritt in Richtung Halbfinal machen.

6:5 gewinnen die Schweizer gegen Lettland und machen somit einen wichtigen Schritt Richtung Halbfinals. Die meiste Zeit lagen die Schweizer in Führung, doch die Letten kamen immer wieder heran, so dass es bis am Schluss eng blieb.

Die Erleichterung nach dem knappen Sieg gegen Lettland war bei den Schweizern deutlich spürbar. «Mit dem Schlusspfiff ist ein grosser Stein vom Herzen gefallen», sagt der Captain Moritz Mock.

«Der Sieg ist eine Erlösung. Wir wussten aufgrund der letzten Länderspiele, dass es heute eng werden wird», so der Captain. Und das wurde es dann tatsächlich. Die Schweizer gerieten in der sechsten Minute durch ein unglückliches Tor in Rückstand.

Nicht aus der Ruhe gebracht

«Der Ball wird dem Verteidiger hinter dem Tor abgeluchst und springt dann vom Bein des Goalies ins Tor. Doch durch den frühen Rückstand liessen wir uns nicht aus der Ruhe bringen», analysiert Best-Player Gianluca Persici die Situation.

Dies liessen sich die Schweizer in der Tat nicht: Denn sie kamen nach dem 0:1 besser ins Spiel und der Schuss von Persici zum Ausgleich passte genau. Und plötzlich lief es dem Team von Simon Meier: Zuerst Yannis Wyss und kurz darauf Severin Nigg trafen zum 3:1.

Das Spiel gestaltete sich danach ausgeglichen, die Letten kamen zu einigen gefährlichen Abschlüssen, aber Torhüter Nils Schälin parierte diese und dann half auch noch die Latte mit.

Alles offen

Nach 24 Minuten gab es die erste Strafe: Ein Lette musste auf die Strafbank. Das Powerplay der Schweizer funktionierte gut, doch der Ball wollte nicht rein und kaum waren die Letten komplett, stand einer allein vor Schälin. Der Schweizer Torhüter konnte nichts mehr machen und so stand es nur noch 3:2.

Die Letten übten zwar im zweiten Drittel weniger Druck aus als noch im ersten, allerdings machten die Schweizer nichts Zählbares aus ihren Möglichkeiten. Es war dann ein Abpraller, der irgendwie den Weg ins Tor fand und die Schweizer wiederum mit zwei Toren Vorsprung in Front brachte.

Vor und nach der zweiten Pause konnten die Schweizer erneut in Überzahl spielen, wiederum wollte kein Tor fallen. Beim fünf gegen fünf unterlief dann ein Fehlpass, der die Letten eiskalt verwerteten. Und dann kamen die Letten zu ihrer ersten Überzahlmöglichkeit, die sie im Gegensatz zu den Schweizern ausnutzten. So war plötzlich wieder alles offen.

Schweizer nutzten Strafe aus

«Beim 4:4 kamen wir noch rasch ins Schwitzen. Wir wussten aber, dass wir locker bleiben und unser Spiel durchziehen müssen», so Persici. Zu Hilfe kam ihnen dann auch noch eine Strafe: Gleich fünf Minuten musste ein Lette raus.

Und nun klappte es im Powerplay: Zuerst Raul Willfratt und dann wiederum Persici trafen zum 6:4. Aber die Letten kamen wieder heran. Vier Minuten vor Schluss hiess es nur noch 6:5 und so nahmen die Letten zwei Minuten später den Goalie raus.

Doch Tore fielen keine mehr. «Wir haben uns immer an den Game-Plan gehalten und diesen 100 Prozent umgesetzt. Dafür brauchte es Disziplin, Glaube und Entschlossenheit», so Mock.

Wichtiger Schritt

Mit dem Sieg machten die Schweizer einen wichtigen Schritt Richtung Halbfinal. Lettland und die Schweiz stehen nun mit einem Sieg da, Finnland hat schon zwei auf dem Konto.

Der Freitag Lokalzeit wird also entscheiden, welche zwei Teams in die Halbfinals einziehen werden. Die Schweiz trifft um 21 Uhr Schweizer Zeit auf Norwegen, das Team in der Gruppe A, das bisher zwei Mal verloren hat. Finnland und Lettland spielen bereits um 18 Uhr gegeneinander. Die Spiele werden live auf dem IFF Youtube Kanal übertragen.

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