Mit Thomas Bach wurde auf der 125. IOC-Session in Buenos Aires der Favorit gewählt. Er ist der neunte Präsident in der 119 Jahre alten Geschichte des IOC.

Der Wirtschaftsanwalt aus Tauberbischofsheim in Deutschland setzte sich gegen fünf Mitbewerber durch, unter ihnen Denis Oswald, seit 24 Jahren Präsident des Ruder-Weltverbandes.

Neben dem Neuenburger und Bach waren der aktuelle IOC-Finanzchef Richard Carrion aus Puerto Rico, Ser Miang Ng aus Singapur, der Stabhochsprung-Weltrekordhalter Sergej Bubka aus der Ukraine und der Präsident des Internationalen Box-Verbandes, Ching-Kuo Wu aus Taiwan, zur Wahl angetreten.

Das für die Wahl notwendige absolute Mehr erreichte Bach im zweiten Durchgang.

Bach ist Olympiasieger im Florettfechten

Bach, bisher Vize-Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, war auch als Sportler erfolgreich. 1976 wurde er mit der deutschen Mannschaft Team-Olympiasieger im Florettfechten. Im gleichen Jahr sicherte er sich mit der Equipe auch den WM-Titel, der in der folgenden Saison erfolgreich verteidigt wurde.

An der Wahl beteiligten sich 93 der 103 IOC-Mitglieder. Der scheidende Präsident Rogge hatte sich entschieden, nicht abzustimmen.

Zudem waren laut IOC-Statuten die Landsleute der Bewerber um das Präsidentenamt nicht stimmberechtigt.

Aus Schweizer Sicht heisst das, dass sich FIFA-Präsident Sepp Blatter, IIHF-Präsident René Fasel, FIS-Präsident Gian-Franco Kasper und Patrick Baumann, der Generalsekretär des Basketball-Weltverbandes, bei der Wahl nicht mittun durften.