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Die Schweizer Fussball-Nati verliert gegen Belgien mit 1:2

Sein Tor reicht nicht. Mehmedi trifft, doch die Schweiz verliert 1:2.

Sein Tor reicht nicht. Mehmedi trifft, doch die Schweiz verliert 1:2.

Ein frühes Tor von Admir Mehmedi reicht der Nati nicht zum ersten Sieg im Jahr 2020. Nach der Pause ist die Leistung schlecht, Belgien bestraft die Nachlässigkeiten mit zwei Treffern und gewinnt ein wenig aussagekräftiges Testspiel.

Die Tore:

12. 0:1, Admir Mehmedi. Langer Ball von Schär, unterlaufen von Belgiens Verteidiger Bornauw, Mehmedi alleine aufs Tor ziehen und verwertet mit dem linken Fuss souverän in die weite Ecke.

49. 1:1, Michy Batshuayi. Verwertet nach einem Fehler von Benito eiskalt. Mvogo ist noch dran, kann aber nichts mehr retten.

70. 2:1, Michy Batshuayi. Dreht sich im entscheidenden Moment weg von Schär. Und drischt den Ball technisch stark ins Netz. Zuvor gelingt es den Schweizern zweimal nicht, eine Flanke zu verhindern.

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Der Spielverlauf:

In der ersten Hälfte kommt Belgien nicht ein einziges Mal gefährlich vors Tor von Mvogo. Die Schweizer haben zu jeder Zeit alles im Griff. Sie sind präsent. Sie gewinnen die meisten Zweikämpfe. Und sie sind immer wieder zielstrebig nach vorne, manchmal nach schönen Ballstafetten, manchmal nach Ballgewinnen.

Mehmedi könnte nach einer knappen halben Stunde bereits Doppeltorschütze sein. Auch Zuber müsste kurz vor der Halbzeit die Führung ausbauen, zögert aber einen Tick zu lange, sein Schuss wird noch geblockt.

In der Pause wird viel gewechselt. Shaqiri, Steffen, Vargas und Widmer sind auf Schweizer Seite neu dabei. Dafür Xhaka, Mehmedi, Embolo und Zuber nicht mehr. Und diese Wechsel tun dem Schweizer Spiel nicht gut. Dass es ohne Xhaka nicht geht, ist keine neue Erkenntnis. Aber dass sein Fehlen gleich einen derartigen Zusammenbruch bewirkt? Die neue Zentrale Sow/Fernandes ist jedenfalls ziemlich überfordert.

Gerade einmal drei Minuten hält die Schweizer Führung. Dann gleicht Batshuayi nach einem krassen Fehler von Benito aus. Und je länger die zweite Halbzeit dauert, desto mehr ähnelt sie der ersten – einfach mit umgekehrten Vorzeichen. Belgien profitiert jetzt von den vielen Schweizer Ballverlusten. Und geht nach 70 Minuten, erneut durch Batshuayi, 2:1 in Führung.

Die Schweiz ist danach zwar bemüht. Aber zu wirklich guten Ausgleichsgelegenheiten kommt sie nicht. Und darum verliert sie die Partie.

Das Fazit:

Nach der Niederlage in Belgien bleibt die Schweiz auch im sechsten Spiel 2020 sieglos. Nach einer starken ersten Hälfte gelingt danach immer weniger. Darum ist die Enttäuschung folgerichtig. Es ist eine unnötige Niederlage. Weil das Gefühl bleibt: Da wäre mehr drin gelegen.

Der Beste:

Granit Xhaka. Hat bis zur Pause die beste Aura, danach nimmt ihn Petkovic raus – und das Schweizer Zentrum fällt sofort auseinander. Note 5.

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