Coronakrise

Ein Zückerchen für den Sport: Tennis oder Golf ab Mai wieder möglich

Das Comeback für 200 000 Tennisspieler in der Schweiz naht.

Das Comeback für 200 000 Tennisspieler in der Schweiz naht.

Sportministerin Viola Amherd kündet an, dass ab Anfang Mai das Ausüben von Sportarten ohne Körperkontakt wieder erlaubt sein soll.

Der Bundesrat wird sich an der Sitzung vom 29. April mit dem Profi- und Freizeitsport auseinandersetzen. Eine Kerngruppe unter Leitung des Bundesamts für Sport arbeitet bis Ende Woche mit Hochdruck eine Exitstrategie für den Sport aus. Diese soll neben der Nennung von unbedenklichen Disziplinen für eine Wiedereröffnung ab Mai auch einen Zeitplan für weitere Schritte beinhalten. Ein wichtiges Datum dabei ist der 8. Juni. Ab diesem Tag plant der Bundesrat weitergehende Öffnungsschritte in mehreren Bereichen.

Ein Verbindlichkeit vom Bundesrat hätte sich die Swiss Football League auf dem Weg zu einer Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs in der Super League und Challenge League bereits für diese Woche gewünscht. So bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass die Fortsetzung des Profibetriebs im Fussball auch mit Geisterspielen vor Ende Mai nicht praktizierbar ist und viele Fragen auf dem Weg dahin weiter unbeantwortet bleiben. Mit der Pressekonferenz des Bundesrats sind im Gegenteil noch weitere Stolpersteine dazu gekommen. Mit dem unterschiedlichen Tempo der Lockerungen im Tessin entsteht unter Umständen eine zusätzliche Wettbewerbsverzerrung, was die Möglichkeiten des FC Lugano und FC Chiasso angeht.

Teamsport wohl nicht so schnell möglich

Die Swiss Football League wird sich weiterhin im direkten Austausch mit dem Bundesamt für Gesundheit um eine Ausnahmebewilligung für den Profifussball bemühen. Denn mit den derzeit geltenden Verhaltensregeln wie der maximalen Gruppengrösse von fünf Personen sowie dem Minimalabstand von zwei Metern ist die Ausübung eines Teamsports nicht möglich.

Priorität im Gesamtkonzept für den Sport haben nationale Kader. Im Bereich Freizeitsport kein Bestandteil der Exitstrategie des Baspo sind Fitnesscenter oder Yoga-Schulen, da diese nicht in Sportverbänden organisiert sind. Verzichtet wird auch auf die Forderung, Sportaktivitäten gestaffelt nach Altersklassen frei zu geben - etwa Kindertrainings wegen des tieferen Ansteckungsrisikos grundsätzlich früher zu erlauben. «Würde man umgekehrt beim Golf die Risikogruppe Ü65 separat beurteilen, müsste man die Hälfte dieser Sporttreibenden von der Öffnung ausschliessen», begründet ein Mitarbeiter im Kernteam.

Ein wichtiger Punkt im Konzept ist jedoch der Vorsatz, dass man mit den Gesundheitsregeln für den Sportbetrieb eine Durchmischung von Gruppen verhindern will. Also immer die gleichen Tennisspieler beim Doppel oder die gleiche Gruppe beim Golfspiel. Das sei ein wesentlicher Faktor für eine Eindämmung des Ansteckungsrisikos.

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