Kommentar

Eine Falle weniger: Was der Fall Lichtsteiner für Nationaltrainer Petkovic bedeutet

Etienne Wuillemin
Etienne Wuillemin: «Es ist nun erst recht Petkovics Pflicht, alles zu unternehmen, um Lichtsteiner einen würdigen Abschluss zu ermöglichen.»

Etienne Wuillemin: «Es ist nun erst recht Petkovics Pflicht, alles zu unternehmen, um Lichtsteiner einen würdigen Abschluss zu ermöglichen.»

Droht Stephan Lichtsteiner ein leiser Abgang? Aber es ist Petkovics Pflicht, alles zu unternehmen, um Lichtsteiner einen würdigen Abschluss zu ermöglichen.

Wie weiter mit Nati-Captain Stephan Lichtsteiner? Es ist eine Frage, die Vladimir Petkovic seit Sommer 2018 immer wieder verfolgt hat. Und eine Frage, die den Nationaltrainer ziemlich in Bedrängnis gebracht hat. Petkovic vermittelte nie den Eindruck, als hätte er einen Plan. Mal überging er Lichtsteiner. Mal war dieser plötzlich wieder Stammspieler. Nur eines war offensichtlich: Petkovic wollte sich an der «Causa Capitano» auf keinen Fall die Finger verbrennen. Schliesslich wurde ihm der forcierte Rücktritt von Valon Behrami fast zum Verhängnis.

In welcher Rolle der mittlerweile 36-jährige Lichtsteiner die EM bestritten hätte, wäre eine der spannenderen Fragen geworden in diesem Nati-Frühling. Das Coronavirus verhinderte sie nun jäh. Und bewahrte Petkovic vor einer heiklen Entscheidung. Es lauert eine Falle weniger.

Für Lichtsteiner rückt ein Nati-Abschied auf der grossen EM-Bühne in weite Ferne. An der grossartigen Karriere des Rechtsverteidigers ändert das freilich nichts. Aber es ist nun erst recht Petkovics Pflicht, alles zu unternehmen, um Lichtsteiner einen würdigen Abschluss zu ermöglichen.

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