Einzelkritik
Matchwinner Cabral krönt die gute Leistung, doch nicht alle FCB-Noten sind beim 4:3 gegen Luzern genügend

Der FC Basel gewinnt das erste Spiel nach dem Trainerwechsel mit 4:3 gegen Luzern. Es ist ein Spiel mit Höhen und Tiefen. Dementsprechend sehen auch die Noten aus.

Jakob Weber
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Das Gesicht spricht Bände: Soeben hat Arthur Cabral in der Nachspielzeit zum 4:3 getroffen.

Das Gesicht spricht Bände: Soeben hat Arthur Cabral in der Nachspielzeit zum 4:3 getroffen.

Bild: Urs Flueeler / Keystone

Heinz Lindner: Note 5
Muss schon nach zwei Minuten das erste Mal hinter sich greifen. Doch weil er beim Stand von 3:1 einen Penalty hält, sorgt er trotz insgesamt drei Gegentoren dafür, dass der FCB dieses Spiel am Ende gewinnt.

Beim zweiten Penalty ist Heinz Lindner machtlos. Den ersten hatte der Österreicher noch gehalten.

Beim zweiten Penalty ist Heinz Lindner machtlos. Den ersten hatte der Österreicher noch gehalten.

Bild: Freshfocus / Martin Meienberger

Silvan Widmer: Note 4,5
Kann das Spiel nicht entscheidend beeinflussen. Weder im positiven wie im negativen Sinn. Gibt aber in den Zweikämpfen sein letztes Hemd. Einmal kommt er zu spät uns sieht seine vierte gelbe Karte. Fehlt damit gegen Servette.

Timm Klose: Note 4
Gewinnt jedes Kopfballduell, doch weil weder er noch Zuffi vor dem 2:3 zum Ball gehen, weil beide denken, der andere geht, wird Luzern zum Anschluss quasi eingeladen.

Fabian Frei: Note 5
Erfährt am Donnerstag, dass er wegen seiner Erfahrung von 399 Spielen für den FCB im 400. wieder einmal in der Innenverteidigung ranmuss. Löst die Aufgabe aber mit Bravour. Organisiert lautstark, leitet das 1:1 mit einem sehenswerten langen Ball ein und ist bei allen Gegentoren ohne Schuld.

Raoul Petretta: Note 4,5
Offensiv ist das erste Sahne und die zwei Assists nur die logische Konsequenz. Defensiv verschuldet er allerdings den Penalty, den Lindner dann hält.

Edon Zhegrova: Note 5
Trifft doppelt, verdoppelt damit seine Saisontoranzahl und hat kurioserweise alle vier Tore gegen Luzern erzielt. Vor dem 2:3 verliert er im Spielaufbau aber den Ball.

Edon Zhegrova trifft in dieser Saison nur gegen Luzern. Am Samstag jubelt er über Saisontreffer drei und vier.

Edon Zhegrova trifft in dieser Saison nur gegen Luzern. Am Samstag jubelt er über Saisontreffer drei und vier.

Bild: Freshfocus / Martin Meienberger

Amir Abrashi: Note 4,5
Nach schlechten ersten zehn Minuten bekommt er das Zentrum in den Griff.

Luca Zuffi: Note 3,5
Er leistet sich zu viele Fehlpässe, dazu kommt das angesprochene Missverständnis vor dem 2:3. Trotz einiger guter Aktionen in der Offensive reicht das noch nicht für eine genügende Note.

Valentin Stocker: Note 4,5
Der Captain assistiert per Kopf zum wichtigen 1:1. Dadurch bekommt der FCB Zugriff auf das zuvor schlechte Spiel. Gegen Ende baut Stocker etwas ab.

Darian Males: Note 5
Bewegt sich ständig um Stossstürmer Cabral herum. Damit kommt die FCL-Defensive nicht klar. Vor dem Tor ist er dieses Mal eiskalt und trifft mit dem ersten Abschluss gegen die alten Kollegen.

Darian Males bejubelt mit Assistgeber Valentin Stocker den 1:1-Ausgleich.

Darian Males bejubelt mit Assistgeber Valentin Stocker den 1:1-Ausgleich.

Bild: Urs Flueeler / Keystone

Arthur Cabral: Note 5,5
An ihm sieht man am besten, dass die Spielfreude zurückgekehrt ist. Ist immer anspielbar, legt Bälle hervorragend ab und trifft in der 93. dann auch noch sehenswert per Kopf zum Sieg. Dass er wegen Motzens die vierte Gelbe sieht und gegen Servette gesperrt fehlt und zwei Grosschancen liegenlässt, sei ihm verziehen.

Aldo Kalulu (67. für Zhegrova): Note 3,5
Er hat die Entscheidung auf dem Fuss, doch wie schon gegen Vaduz scheitert er freistehend am Goalie. Darum ist er den Stammplatz auch zurecht los.

Pajtim Kasami (67. für Males): Note 4
Aus der Quarantäne geht es zurück auf den Platz. Weil sein Arm nicht am Körper ist, gibt es zu Recht Handpenalty. Dann scheitert er an Müller im Luzern-Tor. Ein turbulenter Kurzeinsatz.

Zu kurz im Einsatz für eine Note: Sene (77. für Abrashi).