Eishockey
Der EHC Basel übernimmt nach Sieg in Bülach Tabellenführung

Der EHC Basel gewinnt auswärts gegen den EHC Bülach mit 1:3 und übernimmt damit aufgrund der Heimniederlage von Seewen gegen Arosa die Tabellenführung.

Reto Büchler
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Der EHC Basel musste lange kämpfen, konnte das Spiel in Bülach aber gewinnen.

Der EHC Basel musste lange kämpfen, konnte das Spiel in Bülach aber gewinnen.

Bild: Caspar Thiriet

Gegenüber der Niederlage am letzten Samstag in Thun stellte Christian Weber drei der vier Sturmlinien um. Einzig bei der ersten Linie mit Jerome Lanz, Martin Alihodzic und Yanick Sablatnig fand keine Änderung statt. Zudem begann Tim Guggisberg statt Fabio Haller im Tor.

Obwohl vor einem Monat Gegner Bülach mit einem «Stängeli» nach Hause geschickt wurde, durfte man in diesem Auswärtsspiel auf der offenen Eisbahn einen engeren Ausgang der Partie erwarten, was dann auch wirklich eintraf. Basel begann zwar spielbestimmend, ganz klare Tormöglichkeiten konnten die Gäste jedoch nicht herausspielen. Zwar kombinierten die Basler gekonnt in das gegnerische Drittel, der letzte Pass war jedoch zu ungenau oder der störende bzw. auf Abpraller lauernde Mitspieler vor Torhüter Messerli fehlte. Da machten es die Zürcher etwas besser, die zwar viel weniger Spielanteil hatten, aber den direkteren Zug auf das Tor suchten. So hatte Guggisberg mehr zu tun als sein Gegenüber.

Nach Führungstor ein Gang zurückgeschaltet

Nach dem torlosen Startdrittel wurde mehr von den Nordwestschweizern erwartet, was die Mannschaft zumindest am Anfang des Abschnitts zeigte. Man übte da sofort Druck aus, Patrick Zubler schoss in der Folge nach Vorlage von Alban Rexha mit einem harten Schuss sein Team in Führung. Kurz darauf verpasste Joshua Schnellmann mit seinem Abschluss knapp am Tor vorbei den Doppelschlag. Auch Tommaso Terzago und Diego Schwarzenbach hatten weitere gute Möglichkeiten, wobei der Elan der ersten Minuten leider rasch vorbei war. So konnte Bülach die Partie wieder ausgeglichener gestalten und insbesondere in den zwei Überzahlsituationen Guggisberg gut beschäftigen, der jedoch nichts anbrennen liess.

Im Schlussdrittel präsenter vor dem Tor

In den letzten 20 Spielminuten übte Basel mehr Druck auf das Gegentor aus. Mehr Zweikämpfe wurden gewonnen und die Präsenz vor Torhüter Messerli, der einen grossen Anteil hatte, dass die Partie lange offenblieb, war nun augenfälliger. Das zweite Basler Tor war dieser Präsenz geschuldet, als Sablatnig einen Abpraller von Messerli im Nachschuss verwertete. Basel wirkte nach diesem Tor befreiter, erhielt jedoch nach einem Scheibenverlust im eigenen Drittel den Anschlusstreffer durch Bülachs Bestplayer Figi. Basel reagierte jedoch sofort und hatte durch Schwarzenbach und Rexha gute Möglichkeiten. Zsombor Kiss nach Vorarbeit von Pascal Blaser erlöste dann Basel drei Minuten vor Spielende mit dem 1:3.

Es folgen nun zwei Heimspiele am Samstag gegen Martigny (17:30 Uhr) und am nächsten Dienstag gegen Arosa (20:15 Uhr).

EHC Bülach – EHC Basel 1:3 (0:0, 0:1, 1:2)

Sportzentrum Hirslen, Bülach ZH – 171 Zuschauer

Schiedsrichter: Lars Arpagaus; Marc Dittli, Sven Sprenger

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Basel. 4-mal 2 Minuten gegen Bülach.

Schüsse aufs Tor: Basel: 38 – Bülach: 24 (13:10, 9:6, 16:8)

Bestplayer Saison: Basel: Schwarzenbach; Bülach: Figi

Bestplayer Spiel: Basel: Rexha; Bülach: Messerli.

Tore: 22. Zubler {3} (Rexha {9}, Berger {10}) 0:1. 50. Sablatnig {6} (Molina {3}, Büsser {7} 0:2. 54. Figi {8} (Braus {2}) 1:2. 57. Kiss {2} (Blaser {3}, Himelfarb {12}) 1:3.

Bemerkungen: 60. Time-out Bülach.

EHC Basel: Guggisberg (ET: Haller); Wieszinsky, Blaser; Zubler, Steinmann; Büsser, Molina; Bachofner; Lanz, Alihodzic, Sablatnig; Berger, Himelfarb, Terzago; Schwarzenbach, Rexha, Marbot; Sahli, Kiss, Schnellmann; Studer. Headcoach: Christian Weber; AC: Adrien Plavsic. Abwesend: Cordiano, Smlth, Cavalleri, Nater.

EHC Bülach: Messerli (ET: Locher) ; Hintermann, Rubin; Kälin, Halberstadt; Posch, Franzoni; Bachmann; Figi, Ottiger, Braus; Andersen, Diem, Schmid; Thöny, Bardh, Greuter; Lenart Epprecht. Headcoach: Ramon Schaufelberger.

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