Eishockey
Zu einfache Gegentore: Basel verliert gegen kämpferisches Thun mit 1:3

Der EHC Basel tat sich gegen einen kämpferisch und schnörkellos spielendes Thun sehr schwer und verpasste mit der 1:3 Niederlage den Sprung an die Tabellenspitze.

Reto Büchler
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Bild: Caspar Thiriet

Dass es an der teilweise offenen Eisbahn Grabengut in Thun kein einfaches Spiel wird, haben schon die Spiele in der Vergangenheit gezeigt. Basel, dass auf drei Verteidiger verzichten musste, begann die Partie sehr selbstbewusst und abgeklärt. Leider verpassten sie es in den ersten Minuten, trotz hochkarätigen Chancen inkl. Pfostenschuss von Yanick Sablatnig, in Führung zu gehen. Der Angriffswirbel wurde einzig durch zwei Basler Strafen unterbrochen, welche die Partie aber zu Gunsten der Berner lenken sollte.

Bereits im ersten Powerplay verhinderte Torhüter Fabio Haller mit Glück und Können einen Rückstand, den er dann bei der zweiten Thuner Überzahlmöglichkeit nicht mehr vermeiden konnte. Mit diesem Führungstor im Rücken konnten die Oberländer das Geschehen auf dem Eis ausgeglichener gestalten. Basel kam trotzdem weiter zu guten Chancen. Es fehlte jedoch die letzte Konsequenz vor dem Tor.

Thun zu Toren eingeladen

Im Mitteldrittel agierten die Thuner aggressiver im Forechecking. Bei Basel, das weiterhin mit spielerischen Mitteln versuchte vor das gegnerische Tor zu kommen, schlichen sich unter Druck immer mehr Abspielfehler im Spielaufbau ein. Ausserdem gewannen die Hausherren immer mehr Zweikämpfe. Dies sorgte schlussendlich für die Tore 2 und 3 der Thuner, welche in der Entstehung und Vollstreckung praktisch identisch waren.

Leichtsinnig wurde hinter dem Tor die Scheibe verloren bzw. abgegeben. Der darauf alleine vor Haller angespielte Stürmer, traf unter die Latte. So war Christian Weber bereits zur Spielhälfte gezwungen sein Timeout zu nehmen. Dieses brachte jedoch nicht wirklich eine Verbesserung. Thun war näher am vierten als Basel dem ersten Tor. Basel wirkte in dieser Phase gegen die kämpferischen Thuner ideenlos und verunsichert.

Aufholjagd nicht von Erfolg gekrönt

Der EHC hatte in der Vergangenheit schon mehrmals bewiesen, dass sie einen Rückstand aufholen können. Mit dieser Motivation und neuem Mut wurden die Thuner sofort unter Druck gesetzt. Basel spielte nun auch endlich geradliniger und einfacher auf dem holprigen Eis und konnte somit mehr Druck auf Goalie Frei ausüben.

Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. Der Schuss vom auffälligen Sablatnig fand endlich den Weg ins Tor. Im Anschluss an das Tor stellte Weber auf drei Sturmlinien um. Martin Alihodzic verpasste den Anschlusstreffer alleine vor Frei genauso knapp wie Alban Rexha, der bereits alle ausgespielt hatte, den Puck jedoch nicht im Tor unterbrachte. In den Schlussminuten konnte Basel das defensive Bollwerk nicht mehr überwinden, sodass Thun sich schlussendlich mit einer kämpferisch und solidarisch einwandfreien Leistung den Sieg verdiente.

Bereits nächsten Mittwoch muss Basel in Bülach wieder in einer offenen Eisbahn ran. Das Schlussdrittel in Thun hat der Mannschaft gezeigt, wie sie dort zum Erfolg kommen könnte.

EHC Thun - EHC Basel 3:1 (1:0, 2:0, 0:1)

KEB Grabengut Thun – 386 Zuschauer

Schiedsrichter: Thomas Aegerter; Stefan Krsmanovic, Damian Schiess

Strafen: 3 mal 2 Minuten gegen Basel. 3 mal 2 Minuten gegen Thun.

Schüsse aufs Tor: Basel: 29 – Thun: 43 (11:14, 7:22, 11:7)

Bestplayer Saison: Basel: Schwarzenbach; Thun: J. Reymondin

Bestplayer Spiel: Basel: Berger; Thun: Frei

Tore: 11. Christen (G. Reymondin, J. Reymondin 1:0. 23. Rossel (Messerli) 2:0. 31. G. Reymondin (Christen, J. Reymondin) 3:0. 46. Sablatnig {5} (Büsser {6}, Alihodzic {6} 3:1.

Bemerkungen: 5. Pfostenschuss Sablatnig

EHC Basel: Haller (ET:Guggisberg);  Wieszinsky, Blaser; Zubler, Steinmann; Büsser, Molina; Bachofner; Lanz, Alihodzic, Sablatnig; Schnellmann, Himelfarb, Terzago; Schwarzenbach, Rexha, Berger; Sahli, Kiss, Marbot. Headcoach: Christian Weber; AC: Adrien Plavsic. Abwesend: Cordiano, Smlth, Studer, Cavalleri, Nater.

EHC Thun: Frei (ET: Küenzi); Studerus, Kaufmann; Wyss, Schoch; Weber, Inniger; Christen, J. Reymondin, G. Reymondin; Gyger, Bärtschi, Marins; Giovinetti, Rossel, Boss; Fazis, Gugelmann, Messerli. Headcoach: Christoph Schenk.

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