Lausanne - Fribourg 4:6

Brodin-Show bei Fribourgs Spektakel-Sieg

Daniel Brodin erzielt seinen vierten Treffer des Abends zum 5:3

Daniel Brodin erzielt seinen vierten Treffer des Abends zum 5:3

Im einzigen Samstagspiel der National League setzt sich Fribourg in Lausanne mit 6:4 durch. Daniel Brodin führt seine Mannschaft mit vier Treffern zum Gewinn von drei wichtigen Punkten.

Zehn Spiele lang hatte Brodin nicht mehr getroffen. Der Schwede gehörte damit zu den "Hauptschuldigen" der Freiburger Misere, die vor allem der offensiven Impotenz geschuldet war. Nun folgten für die einzige Mannschaft, die in dieser Saison noch nicht 100 Treffer erzielt hat, und vor allem auch für den 29-Jährigen der Befreiungsschlag. Brodin ist der erste Spieler seit Simon Bodenmann im Dezember 2015 (beim 6:5 von Bern in Zug), der in einer Partie viermal erfolgreich war.

All seine Tore erzielte Brodin im Powerplay. Nachdem Sandro Schmid das 1:0 (9.) geschossen hatte, erhöhte Brodin mit seinen ersten drei Toren bis in die 27. Minute auf 4:0. Noch war die Entscheidung aber nicht gefallen, denn Lausanne fand - ebenfalls mit drei Treffern in der eigentlichen Sorgendisziplin Powerplay - noch einmal in die Partie zurück. Es entwickelte sich in der mit 6900 Zuschauern zum sechsten Mal ausverkauften Arena in Lausanne eine bis zum Ende packende Partie. Die Spannung wich erst mit Julien Sprungers Schuss ins leere Tor (59.) zum Schlussresultat.

Bei der Brodin-Show ging beinahe das herausragende Debüt des Franzosen Alexandre Grenier bei Lausanne unter. Der 28-jährige Stürmer, der den verletzten Cory Emmerton (Saisonende nach Ellbogenbruch) ersetzt, hatte bei allen vier Toren von Lausanne seinen Stock im Spiel. Zwei Treffer, das 1:4 und das 4:5, erzielte er selbst, bei den anderen beiden steuerte er jeweils einen Assist bei.

Aber auch Grenier konnte die fünfte Niederlage von Lausanne in dieser Saison gegen Gottéron nicht verhindern. Die Freiburger, bei denen Philippe Furrer erstmals seit dem 3. Januar wieder mitspielen konnte, verbesserten sich ihrerseits nach dem vierten Sieg in den letzten fünf Partien auf Platz 9 der Tabelle. Sie überholten Bern (10.) und Ambri-Piotta (11.) und sind nur noch einen Punkte hinter den SCL Tigers (8.) klassiert.

Telegramm und Rangliste

Lausanne - Fribourg-Gottéron 4:6 (0:2, 3:3, 1:1)

9600 Zuschauer (ausverkauft). - SR Hebeisen/Urban, Progin/Gnemmi. - Tore: 9. Schmid 0:1. 15. Brodin (Stalberg, Boychuk/Ausschluss Lindbohm) 0:2. 25. Brodin (Ausschluss Herren) 0:3. 27. Brodin (Boychuk/Ausschluss Heldner) 0:4. 29. (28:23) Grenier (Jooris/Ausschluss Schmutz) 1:4. 29. (28:55) Jeffrey (Jooris, Grenier/Ausschluss Marti) 2:4. 32. (31:53) Bertschy (Grenier, Holm/Ausschluss Stalder) 3:4. 33. (32:47) Brodin (Ausschluss Lindbohm) 3:5. 49. Grenier 4:5. 59. Sprunger (Stalberg, Schmutz) 4:6 (ins leere Tor). - Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Lausanne, 7mal 2 plus 10 Minuten (Marti) gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Mottet.

Lausanne: Stephan (27. Boltshauser); Grossmann, Genazzi; Lindbohm, Frick; Heldner, Holm; Nodari; Bertschy, Jooris, Leone; Grenier, Jeffrey, Vermin; Moy, Almond, Herren; Traber, Froidevaux, Antonietti.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Stalder; Kamerzin, Furrer; Abplanalp, Marti; Forrer; Brodin, Schmutz, Stalberg; Sprunger, Boychuk, Mottet; Rossi, Walser, Marchon; Lauper, Schmid, Vauclair; Lhotak.

Bemerkungen: Lausanne ohne Oejdemark (krank), Emmerton und Kenins, Fribourg-Gottéron ohne Chavaillaz, Bykow und Desharnais (alle verletzt). Pfostenschuss Boychuk (33.). Timeout Lausanne (33./Coaches Challenge). Lausanne von 58:16 bis 58:21 und ab 59:03 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. Zug 41/79. 2. ZSC Lions 43/74. 3. Genève-Servette 43/73. 4. Davos 40/71. 5. Lausanne 41/65. 6. Biel 43/65. 7. Lugano 43/61. 8. SCL Tigers 42/57. 9. Fribourg-Gottéron 41/56. 10. Bern 42/56. 11. Ambri-Piotta 43/55. 12. Rapperswil-Jona Lakers 42/44.

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