Eigentlich hätte sich Brunner an der Gala im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) mittels Videobotschaft für die Auszeichnung als MVP und als Topskorer der Saison 2011/2012 bedanken sollen, nachdem er den EVZ im Sommer verlassen und in der NHL bei den Detroit Red Wings angeheuert hatte. Doch wegen des Lockouts weilt der erste Schweizer NLA-Topskorer seit Guido Lindemann im Jahr 1982 wieder in der Schweiz. Brunner setzte sich in der MVP-Wahl gegen Andres Ambühl (ZSC Lions) und Reto Berra (Biel) durch. Mit seinen 74 Skorerpunkten (davon 60 in der Regular Season) trug er massgeblich zum Qualifikationssieg der Innerschweizer bei. Der Award des wertvollsten Spielers ging zum siebten Mal in Folge an einen Schweizer Akteur.

Noch fast wichtiger als Brunner für den EVZ war Reto Berra für den EHC Biel. Die Wahl zum MVP verpasste der Keeper zwar knapp, er durfte sich aber mit der Auszeichnung als bester Torhüter (sogenannte Jacques-Plante-Trophy) trösten. Berra, der die Seeländer erstmals in die Playoffs hexte, siegte vor Meistergoalie Lukas Flüeler (ZSC Lions) und Leonardo Genoni (Davos).

Nebst Brunner und Berra gehörten vor allem Ari Sulander und Schweizer Meister ZSC Lions zu den Gewinnern des Abends. Die zurückgetretene Goalie-Legende Sulander erhielt gleich zwei Awards. Einerseits setzte sich der Finne in der Publikumswahl des beliebtesten Spielers auf Schweizer Eis vor Berra und Simon Moser (SCL Tigers) durch. Andererseits bekam er von Swiss Ice Hockey - als erster vierter ehemaliger NLA-Spieler nach Jörg Eberle (1999), Renato Tosio (2002) und Jakob Kölliker (2004) - den "Special Award". Sulander gewann mit den Zürchern viermal den Meistertitel (2000, 2001, 2008, 2012), die Champions League und den Victoria Cup (beides 2009).

Da Mathias Seger mit dem "Hockey Award" und Luca Cunti als "Youngster of the year" ausgezeichnet wurden, gingen nicht weniger als vier von acht Awards an aktuelle und ehemalige Spieler der ZSC Lions. Mit dem "Hockey Award" werden ausserordentliche Leistungen auch auf internationaler Ebene gewürdigt. Seger bestritt in Helsinki seine 14. WM.