Eishockey
Der verlorene Sohn kehrt zum HC Davos zurück

Andres Ambühl wechselt im kommenden Sommer von den ZSC Lions zum HC Davos. Der Nationalstürmer hat einen Dreijahresvertrag mit längerfristiger Option bei seinem Stammklub unterschreiben.

Marcel Kuchta
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In Zukunft wieder mit statt gegen den HC Davos: Andres Ambühl (rechts).

In Zukunft wieder mit statt gegen den HC Davos: Andres Ambühl (rechts).

Der dickste Fisch auf dem Schweizer Eishockey-Transfermarkt ist weg. Andres Ambühl hat sich nach wochenlangem Zögern für eine Rückkehr zu seinen Wurzeln entschieden. HC-Davos-Präsident Gaudenz Domenig bestätigte am Spengler Cup, dass der 29-Jährige im kommenden Sommer zu seinem Stammklub, den er vor vier Jahren in Richtung Nordamerika verlassen hat, zurückkehren wird.

Mit Andres Ambühls zeichnet sich ab, dass der HCD in der kommenden Saison mit nur zwei Ausländern antreten wird. Ambühl soll in Davos die Nachfolge von Reto von Arx antreten, der die Mannschaft im letzten Jahrzehnt zu fünf Meistertiteln geführt hat.

Ein Unsicherheitsfaktor bleibt aus Sicht der Davoser: Ambühl dürfte eine NHL-Ausstiegsklausel im Vertrag haben. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass «Büehli» im kommenden Sommer von seinem Meistertrainer bei den ZSC Lions, Bob Hartley, ein Angebot erhalten wird, für die Calgary Flames zu stürmen. Hartley, der mittlerweile Headcoach der Flames ist, hat Ambühl in Zürich kennen und schätzen gelernt.

Bei den ZSC Lions wird Ambühl auf jeden Fall eine grosse Lücke hinterlassen. Seine Skorerwerte sind zwar nicht überragend (8 Tore, 5 Assists in 29 Spielen), aber der Wert des Nationalstürmers liest sich weniger in Zahlen, sondern mehr in seiner Spielweise. Kaum ein anderer Spieler in der Schweiz wird dem Bezeichnung «Energiespieler» gerechter als der Mann aus dem Sertigtal.

Nach Thibaut Monnet und Jeff Tambellini (dessen noch bis zum Ende der Saison 2013/2014 gestern im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde) verlieren die ZSC Lions mit Ambühl einen dritten, wichtigen Spieler der Meistermannschaft 2012. Auf Sportchef Edgar Salis wartet nun viel Arbeit.