EHC Olten

Erleichterung nach Bundesratsentscheid: «Lieber mit Maske, als gar keine Spiele!»

Das Geisterspiel von Ende Februar dürfte im Kleinholz einmalig bleiben. Bild: Urs Lindt/freshfocus

Das Geisterspiel von Ende Februar dürfte im Kleinholz einmalig bleiben. Bild: Urs Lindt/freshfocus

Beim EHC Olten nimmt man den bundesrätlichen Beschluss, die 1000er-Zuschauerbegrenzug per 1. Oktober unter Berücksichtigng strenger Schutzmassnahmen aufzuheben, mit Befriedigung und Erleichterung zur Kenntnis.

Mit Spannung blickte man nicht nur beim EHC Olten dem bundesrätlichen Entscheid zu den Grossveranstaltungen entgegen. Würde die 1000er-Zuschauerbegrenzung in absehbarer Zeit fallen oder nicht? Kurz nach 15 Uhr war klar: Ab 1. Oktober sind Events mit mehr als 1000 Zuschauern grundsätzlich wieder möglich. Damit ist das absolute Wunschszenario der beiden höchsten Schweizer Eishockeyligen – regulärer Saisonstart am 18. September – zwar nicht in Erfüllung gegangen. Aber mit dem bundesrätlichen Erlass besteht für die Klubs nun zumindest die Perspektive, dass sie in den kommenden Monaten – mit einer immer noch begrenzten Anzahl Zuschauer – einigermassen überleben können.

Thommen: «Ein langer Weg bis 1. Oktober»

EHC-Olten-CEO Patrick Reber nahm die Entscheidung des Bundesrats dementsprechend mit Zufriedenheit zur Kenntnis: «Wir freuen uns darauf, ab Oktober wieder vor einer grösseren Anzahl Fans spielen zu können. Mit dem heutigen Entscheid erhalten wir Veranstalter eine gewisse Planungssicherheit und können unsere Schutzkonzepte finalisieren.» Bei Oltens VR-Präsident Marc Thommen dominierte das Gefühl der Erleichterung: «Wir haben ja mit allen Szenarien rechnen müssen. Jetzt geht es aber darum, die Massnahmen umzusetzen. Es ist ein langer Weg bis 1. Oktober.»

Der EHCO werde gemäss Patrick Reber «mit einem detaillierten Schutzkonzept alles daransetzen, dass die Gesundheit der Fans im Stadion Kleinholz zu keinem Zeitpunkt gefährdet wird und dass möglichst vielen Fans der Matchbesuch ermöglicht wird.»

Schutzkonzept wird angepasst

In der Schublade des EHC Olten existiert bereits ein recht ausgefeiltes Schutzkonzept. «Wir werden es bei Bedarf den Vorgaben, die der Bund zusammen mit den Kantonen erarbeitet, anpassen», erklärt Thommen und unterstreicht: «Ich bin überzeugt, dass wir unseren geliebten Sport trotz der Massnahmen geniessen dürfen.» Es sei das kleinere Übel, eine Maske zu tragen, als wenn man sonst gar nicht spielen könnte.

Die nötigen Umbauten im Kleinholz Stadion dürften bald in Angriff genommen werden. Beim EHCO ist man nun froh, dass man genügend Zeit hat, die Massnahmen umzusetzen: «Wir haben viele Stehplätze im Stadion, die im Schutzkonzept sicher nicht berücksichtigt werden. Diese müssen wir umrüsten auf Sitzplätze, was natürlich eine gewisse Vorlaufzeit bedingt.»

"Nicht spielen ist keine Option"

Klar ist aber trotz aller Zuversicht und Freude, dass auch mit der Aufhebung der Zuschauerbegrenzung wirtschaftliche Herausforderungen auf den EHC Olten warten. «Die Schutzmassnahmen werden für uns finanzielle Folgen haben. Wir versuchen aber, diesen Spagat zwischen Mehrausgaben und Mindereinnahmen hinzukriegen», sagt Marc Thommen. Aber letztlich sei es ein Abwägen: «Nicht spielen ist keine Option. Nicht spielen hätte letztlich zu grosse wirtschaftliche Konsequenzen für uns.»

Wann die Meisterschaft nun offiziell beginnt, wird sich am Freitag anlässlich einer ausserordentlichen Ligaversammlung der beiden höchsten Spielklassen entscheiden. Mit allergrösster Wahrscheinlichkeit werden sich die Klubs für einen Start Anfang Oktober entscheiden. Spielplanchef Willy Vögtlin hat ein entsprechendes Szenario schon lange in Betracht gezogen. Spiele mit weniger als 1000 Zuschauern ab dem ursprünglichen Saisonstart am 18. September durchzustieren, macht da kaum Sinn.

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