La Chaux-de-Fonds steht erstmals seit zehn Jahren im Final. Der Zeitpunkt könnte insofern nicht besser sein, als die Neuenburger vor 100 Jahren gegründet wurden. Es wäre für sie der zweite Meistertitel in der zweithöchsten Spielklasse nach 1996. Damals gab es keinen Final, sondern eine Ligaqualifikation mit den zwei Gewinnern der Halbfinals und dem schlechtesten Team der NLA. Der HCC beendete diese im 1. Rang und stieg auf, ehe er zwei Jahre später wieder den Gang in die NLB antreten musste.

Wurde der Final im Playoff-Modus ausgetragen, unterlag La Chaux-de-Fonds jedes Mal - gegen Chur (1999 und 2000), Servette (2002), Biel (2006) und Lausanne (2009). Diesmal soll es nun endlich klappen. Das Team von Trainer Serge Pelletier verlor in den ersten beiden Runden gegen die EVZ Academy (4:0) und Thurgau (4:1) bloss eine Partie. Im Powerplay betrug die Erfolgsquote starke 30 Prozent.

Allerdings ist Langenthal ein anderes Kaliber, das bewiesen die Oberaargauer gegen Kloten (4:1) und Erzrivale Olten (4:2). Ausserdem weisen sie im Final eine makellose Bilanz aus - 2012 bezwangen sie Lausanne (4:2) und 2017 die Rapperswil-Jona Lakers (4:3). Die Langenthaler fanden rechtzeitig auf die entscheidende Meisterschaftsphase zur Topform. Die Qualifikation hatten sie mit zehn Siegen in den letzten elf Partien abgeschlossen. Die einzige Niederlage erlitten sie gegen La Chaux-de-Fonds, das drei von vier Direktduellen in dieser Saison für sich entschied. Zweimal fiel die Entscheidung in der Verlängerung.

In den Playoffs trafen La Chaux-de-Fonds und Langenthal viermal aufeinander. Die ersten zwei Serien gewannen die Neuenburger (2008 und 2009), 2012 und 2015 setzten sich die Oberaargauer jeweils im siebenten Spiel durch. Ähnlich eng könnte es auch diesmal werden. Der Sieger im Final trifft in der Ligaqualifikation auf den Verlierer des Playouts zwischen Davos und den Rapperswil-Jona Lakers.